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Bundesliga-Verlust: Premiere senkt Preise

21.06.2006 | 09:52 Uhr

Premiere hat sein Programmangebot überarbeitet und wird ab dem 1. August fünf Programm-Abos ab 9,99 Euro pro Monat anbieten.

Nach dem Verlust der Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga an den neuen Konkurrenten Arena im vergangenen Dezember zieht Vorstandschef Georg Kofler nun die Konsequenzen und präsentierte am Dienstag in Berlin die neue Angebots- und Preisstruktur des Senders. Ab August soll es fünf Programmabonnements ab jeweils 9,99 Euro pro Monat geben (bei 24-monatiger Vertragslaufzeit, bei 12 Monaten kosten die Pakete monatlich jeweils 4,99 Euro mehr), darunter auch wieder ein Fußball-Paket. Das Komplettabo soll 34,99 Euro statt bisher 45 Euro kosten. Mit signifikanten Umsatzeinbußen wegen des Verlustes der Bundesliga-Rechte fürs Pay-TV rechnet der Senderchef nicht. Die Aktien von Premiere gaben am Dienstag deutlich nach.

Kunden, die bisher Premiere Komplett oder das Fußball-Paket abonniert hatten, könnten ab August in die neuen Tarife wechseln, sagte Kofler. Für die übrigen Kunden bleibe bis zum Auslaufen ihrer Verträge alles wie bisher. Jedes der fünf neuen Einzelpakete ("Blockbuster", "Entertainment", "Sport", "Thema" und "Fußball International") soll einzeln gebucht werden können.

Unklar bleibt weiterhin, wie das Bundesliga-Angebot zusammen mit der Deutschen Telekom künftig aussehen wird. "Über Preise und Konditionen werden Deutsche Telekom und Premiere gemeinsam informieren - und zwar zeitnah nach Abschluss der Fußball-WM." Der Sender hatte sich Mitte Mai mit der Telekom, die die Internetrechte an der Bundesliga hält, auf eine Ausstrahlung der Bundesliga-Spiele über das neue Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz der Telekom geeinigt. Unklar ist allerdings, wie viele Kunden Premiere tatsächlich auf diesem Weg erreichen kann.

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