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Bundesnetzagentur nimmt Arbeit auf

13.07.2005 | 15:15 Uhr |

Die neue Bundesnetzagentur hat am Mittwoch offiziell die Arbeit aufgenommen. Das Bundeskabinett verabschiedete dazu am Mittwoch vier Verordnungen, die die Aufgaben der bisherigen Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation im Detail festlegen.

Mit dem jetzt in Kraft getretenen neuen Energiewirtschaftsgesetz reguliert diese Behörde auch die Strom- und Gasnetze. Sie soll Netzentgelte festlegen und sicherstellen, dass alle Anbieter von Strom und Gas die vorhandenen Netze nutzen können.

Insgesamt werde mit dem neuen Gesetzesrahmen der Strom- und Gasmarkt grundlegend neu geordnet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Aufsicht der Regulierungsbehörden werde eine übermäßige Anhebung der Netzentgelte durch Marktteilnehmer verhindern. Der diskriminierungsfreie Zugang zu den Netzen ermögliche deutlich mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt, was eine positive Auswirkung auf die Entwicklung der Preise beim Endkunden haben werde.

Der Verband der Netzbetreiber (VDN) warnte am Mittwoch aber vor falschen Erwartungen. «Ob auf Grund der Regulierung und durch die Agentur die vielfach erhofften Preissenkungen erzielt werden können, ist zumindest zu bezweifeln», schrieb der VDN in einer Stellungnahme. Denn die Netzentgelte trügen nur 34 Prozent zum Strompreis bei. Selbst wenn hier die avisierten zehn Prozent Preissenkungen erreicht werden könnten, würde das den Gesamtpreis also gerade einmal um drei Prozent reduzieren. Gerade die letzten Wochen hätten gezeigt, dass sehr unterschiedliche Faktoren einen Einfluss auf die Strompreise hätten.

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