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Bundesregierung bekennt sich zu freier Software

24.06.2004 | 16:38 Uhr |

Die Bundesregierung hat die Bedeutung so genannter Open-Source-Software wie Linux hervorgehoben.

"Freie Software trägt dazu bei, neue Arbeitsplätze in kleinen wie großen IT- Unternehmen zu schaffen", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Ute Vogt, am Donnerstag beim Linuxtag in Karlsruhe. Software mit frei verfügbarem Programmkern sei ein wichtiger Innovationsfaktor in Deutschland.
«Wir bekennen uns zu offenen Standards und zur Vielfalt in der Software-Landschaft der Behörden, weil durch den Wettbewerb um beste Lösungen Qualität und Innovationen gefördert werden», sagte Vogt, die auch Vorsitzende der SPD in Baden-Württemberg ist. Nach ihren Angaben hat die Bundesverwaltung schon früh auf Open-Source-Produkte gesetzt. Seit den 90er Jahren fördere das Innenministerium den Einsatz freier Software in der öffentlichen Verwaltung.
Der am Mittwoch eröffnete Linuxtag ist nach Veranstalterangaben Europas größte Messe- und Kongressveranstaltung zum Thema Freie Software. Bis Samstag werden insgesamt 20 000 Besucher erwartet. Der Business- und Behördenkongress des Linuxtags bot am Donnerstag einen Überblick zum Stand der Einführung von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung.
Linux ist das bekannteste Beispiel für Open-Source-Software, bei der der Kern des Programms frei und kostenlos verfügbar ist. Dadurch können Programmierer weltweit gemeinsam an einer Software arbeiten und sie verbessern. Hersteller wie Microsoft verbieten dagegen den öffentlichen Zugriff auf den Quellcode ihrer Software, um die Rechte an ihrem Eigentum zu wahren. Zum ersten Mal ist der weltgrößte Softwarekonzern auf dem Linuxtag diesmal selbst vertreten.

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