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Bundesstaaten fordern Verlängerung der Antikartellregelungen gegen Microsoft

12.09.2007 | 13:14 Uhr |

Im Kartellverfahren gegen Microsoft fordern die US-Bundesstaaten Kalifornien, Connecticut, Iowa, Kansas, Minnesota, Massachusetts und der District of Columbia eine Verlängerung der Regelungen gegen den Konzern um weitere fünf Jahre.

Die im Jahr 2002 richterlich festgelegten Maßnahmen laufen in diesem November aus. Laut dem Anwalt der sogenannten "Kalifornien-Grippe" Stephen Houck hält Microsoft im Betriebssystem- und Browsermarkt immer noch einen zu hohen Anteil. "Microsoft hat die beiden Produkte, die fast alle Verbraucher einsetzen, weiterhin im Würgegriff. In den vergangenen fünf Jahren hat sich in diesen Märkten kaum etwas getan", erläuterte Houck auf einem Hearing vor dem Bezirksgericht des District of Columbia. Die Kalifornien-Gruppe plädiert nun für eine Verlängerung der meisten Middleware-Maßnahmen gegen Microsoft, mit Ausnahme der Lizenzregelungen für PC-Hersteller. Insbesondere solle Microsoft verboten werden, PC-Hersteller nachteilig zu behandeln, die Software der Konkurrenz einsetzen. Der Softwareriese dürfe seinen Hardwarepartnern auch nicht mehr verbieten, Programme von Drittherstellern in das Starmenü zu legen oder als Standard zu installieren. Weiterhin müsse Microsoft APIs für seine Middleware PC- und Softwareherstellern offen legen.

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