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Bye bye VK Mobile: koreanischer Handy-Hersteller ist insolvent

10.07.2006 | 13:34 Uhr

Währungsschwankungen und eine verfehlte Marketing-Strategie haben dafür gesorgt, dass einer der innovativsten und wildesten jungen Handy-Hersteller Ostasiens das Handtuch werfen muss. Zunächst entlässt VK Mobile Teile seiner Belegschaft und vermindert die Produktion.

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Es sah alles so vielversprechend aus: ein halbes Jahr nach kam die Vorstellung eines der kleinsten GSM-Phones der Welt folgte die Präsentation von ultraflachen Kamerahandys mit vier Megapixeln Auflösung auf der CeBIT. Jetzt ist der südkoreanische Hersteller VK Mobile, der CeBIT-Besuchern mit viel nackter Haut und extravagantem Stand-Personal in Erinnerung geblieben war, pleite.

Nach einem Bericht des Business-Magazins Chosun.com im englischen Teil seiner Website beantragten die Gläubiger bereits Ende letzter Woche die Liquidierung des milliardenschweren Unternehmens, dessen größter Anteilseigner der koreanische Netzbetreiber SK Telecom ist.

Als Grund für den schwerwiegenden Schritt werden unter anderem Währungsschwankungen gegenüber dem koreanischen Won und dem US-Dollar angegeben. Dank der überdurchschnittlichen Wertsteigerung der koreanischen Währung sei das Unternehmen letztlich dramatisch überbewertet gewesen. Weiterhin seien die aggressiven Marketing-Strategien gegenüber dem eher zurückhaltenden, aber stilsicheren Auftreten von Nokia und Motorola ins Leere gelaufen. Als erste Konsequenz wurde bei VK Mobile die Produktion gedrittelt und ein Teil der Belegschaft entlassen.

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