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CCC fordert verpflichtende Verschlüsselung

26.01.2015 | 07:58 Uhr |

Der Chaos Computer Club spricht sich gegen eine zentrale Speicherung von kryptografischen Schlüsseln aus.

Mit einem generellen Verbot von unverschlüsselter Datenübertragung will der Chaos Computer Club für mehr Sicherheit im Internet sorgen. Banken oder das Finanzamt sollten dazu gezwungen werden, alle übertragenen Datenpakete zu verschlüsseln. Gleichzeitig sollte der Staat den unverschlüsselten Transport sowie die Speicherung von Kundendaten unter Strafe stellen – schon vor einem Missbrauch dieser Daten.

Dieser Vorstoß kann als Gegenkonzept zum Vorhaben der britischen Regierung verstanden werden, die nach den Anschlägen in Frankreich ein Verbot der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fordert, um Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendiensten einen Zugriff auf diese Daten zu gestatten. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière forderte eine Möglichkeit, verschlüsselte Kommunikation mitlesen zu können.

Der CCC sieht dies als Rückschritt auf das Niveau von Windows 3.1 an, eine zentrale Speicherung von kryptografischen Schlüsseln biete darüber hinaus ein großes Missbrauchspotenzial.

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