CES 2010 in Las Vegas
Elektronikmesse CES öffnet - mit eigenem iPhone-Bereich
Es ist weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik. Die CES öffnet am Donnerstag, dem 07. Januar und wird zahlreiche neue Trends und Produkte bringen, darunter auch viele Konkurrenten für Apples Tablet-Mac.
Fernsehen in 3D, große Displays mit gestochen scharfen Bildern und mobile Internetgeräte - mit insgesamt 20.000 neuen Entwicklungen und Produkten will sich die Branche der Unterhaltungselektronik auf der amerikanischen Consumer Electronics Show (CES) resistent gegen die Krise zeigen und bei den Verbrauchern wieder für Konsum-Laune sorgen. Die CES 2010, die größte Branchenmesse Amerikas, startet für das Fachpublikum am Donnerstag in Las Vegas. Und Microsoft-Chef Steve Ballmer zeigte auf seiner Eröffnungsrede am Mittwochabend bereits eines der großen Highlights.
Ballmer nutzte seine Keynote dazu , dem Rivalen Apple zuvor zu kommen und einen neuartigen Tablet-PC vorzustellen. Seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte, dass Apple ein eigenes Tablet noch in diesem Monat ankündigen will. Und seit dem großen Erfolg des iPhones traut die Branche dem Hersteller aus Cupertino noch am ehesten zu, innovative und verbraucherfreundliche Geräte zu entwickeln, die dem Markt neuen Schwung geben.
Das iTablet in der Phantasie der Künstler
Die englische Seite Macformat tippt auf einen Tablet-Mac mit externer Tastatur. Eine Dockingstation wie im Bild hat Apple sich bereits patentieren lassen. So wenig Phantasie trauen wir Apple aber nicht zu.
Das iTablet von Steini Freyr stammt noch von 2005. Gut zu erkennen die Tiger-DVD. Aber das Modbook von Axiotron hat bereits gezeigt, dass sich Mac-OS X nur bedingt auf Touchscreens nutzen lässt.
Dieses Bild eines mutmaßlichen Prototyps wurde dem Tech-Blog Engadget zugespielt. Das Gerät befindet sich in einer geschlossenen Vitrine. Das Betriebssystem ist eine XL-Ausgabe des iPhone-OS. Ob das Bild authentisch ist, kann Engadget nicht bestätigen, durch die Vitrine sind Details des Gehäuses jedoch ohnehin kaum zu erkennen.
Vor zwei Jahren entstand dieses Design von Pablogger, das ein internes DVD-Laufwerk vermutet. DVD ist aber recht langweilig und widerspricht an sich dem Gedanken "Netbook". Apple hat gerade erst eine iPhone-Software veröffentlicht, welche Inhalte auf der Mobile Me iDisk nutzbar macht. Das klingt vielversprechend.
Der Blog wowio.wordpress.com vermutet ein sehr großes iPhone. Nur stellen wir uns das Telefonieren - ohne Headset - mit solch einem Brett höchst komisch vor.
Sogar eine passende Werbeanzeige gibt es schon. Eine echte Apple-Kampagne dürfte aber wesentlich pfiffiger daherkommen.
Tommaso Gecchelin schlägt eine Art Macbook Touch vor - mit einem elastischen Bildschirm. Sehr überzeugend - aber eher nicht vor 2020 machbar.
Von 2007 stammt dieser iPhone Pro von Artilleryunit. Auch hier irritiert das Dock. Nochmal: Wenn das ominöse Mac-Tablet ein iPod Touch XL wird, dann sicherlich mit iPhone-OS 3.0. Wer braucht auf solch einem Gerät auch schon echtes Multitasking?
Eine Tastatur erwarten nur wenige Designer, anders Gizmodo. Eine Tastatur wäre aber ein echter Rückschritt. Jetzt, wo iPhone-OS 3.0 die Tastatur stets im Querformat darstellen kann?
PC World erwartet einen größeren Bildschirm. Zehn Zoll sollten es schon sein, 1200 mal 1024 Pixel mindestens.
Eher unwahrscheinlich ist ein Bildschirm dieser Größe, den Gizmodo bei Flickr fand. Wenigstens setzt dieser Entwurf auf iPhone-OS. iPhone meets Breitmaulfrosch.
Einen ganzen Tablet-Contest hat vor einiger Zeit Gizmodo veranstaltet dieses Konzept stammt von Thomas Palmer. So könnte man sich eine virtuelle Tastatur vorstellen. Spannend ist hier die Frage des Druckwiderstands der Tasten...
Gewinner der Wettbewerbs wurde das Konzept von Logan Lape. Auch hier der vielleicht entscheidende Fehler: Mac-OS X müsste sehr stark angepasst werden. Schön die Garageband-Idee mit der virtuellen Klaviatur, auch dafür hat ja Apple ein Patent. Vielleicht arbeiten die Programmierer in Cupertino schon daran
Runde Formen erwartet John Kruemp, auch ein Teilnehmer des Wettbewerbs, der auf ein für Touchpads umgeschriebenes Snow Leopard setzt.
Das ist keine Studie sondern das bald erscheinende Modbook Pro (für 5000 US-Dollar)
Auch IGN erwartet eine integrierte Tastatur, die aber nur wenig Platz für den Bildschirm ließe.
Das von Adam Benton für Mac Format erstellte Design gehören sicher zu den schönsten Mockups. Wenn es gelingt, den Bildschirm noch kratzfester und vor allem flüssigkeitsabweisend zu machen, würde sich solch ein Pad auch als Frühstücksbrett eignen. Die Zeitung hat dann ausgedient.
Natürlich hat sich auch Macwelt des Themas angenommen.
So stellt sich unser 3D-Künstler...
.. das Mac-Tablet vor.
Das von Hewlett-Packard produzierte Multimedia-Gerät soll nach Art einer Schiefertafel über ein berührungsempfindliches Display bedient werden können und auch als E-Book-Reader dienen. Tablet-PCs gehören zu den technologischen Steckenpferden von Microsoft-Gründer Bill Gates und wurden von Microsoft bereits öfters in Las Vegas präsentiert. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen bereits seit Jahren, doch bei den Verbrauchern hat sich diese Geräteklasse nicht zuletzt wegen hoher Preise und geringer Akku-Laufzeit nie richtig durchsetzen können. Mit Windows 7 hat Microsoft die Unterstützung von Touchscreens verbessert.
Eigener Messebereich für das iPhone
Neben zahlreichen neuen Anwendungen und Produkten rund um TV und Internet zählen vor allem mobile Web-Geräte inklusive zahlreicher Erweiterungen zu den Hoffnungsträgern der Branche. Einer der wesentlichen Treiber dieser Entwicklung war in der Vergangenheit Apple und sein iPhone. Erst jüngst hatte das Unternehmen gemeldet, dass inzwischen über drei Milliarden Anwendungen, sogenannte Apps, für das Telefon herunter geladen worden sind. In Las Vegas wird Apples iPhone jedoch weiterhin nur indirekt zu sehen sein.
Speziell für den Markt rund um das iPhone hat die CES hat in diesem Jahr einen eigenen "iLounge Pavillon" eingerichtet, um alle Anwendungen und Entwicklungen für das iPhone und den Mediaplayer iPod zu präsentieren. Neben iPod-Docking-Stations in allen Größen und Formen zum Abspielen von Musik zeigen viele Hersteller zum Beispiel auch, wie sich das iPhone zur Wanduhr, zur Wetterstation oder zum Navigationsgerät für ein Modell-Flugzeugs verwandeln kann. Apple selbst bleibt allerdings auch weiterhin der CES wie auch anderen großen Messen fern. (dpa)





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