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Von Patrick Woods - 16.01.2013, 10:10

Trends 2013

CES 2013: Der Computer stirbt aus

Der klassische Computer ist längst nicht mehr das digitale Zentrum zuhause. Stattdessen werden Tablets, Fernseher oder Kühlschränke immer komplexer, intelligenter und unabhängiger.
Der Erfolg des iPad und anderer Tablets deutet es schon lange an: Den klassischen Computer auf dem Schreibtisch oder Schoß werden wir bald nur noch zum arbeiten brauchen. Tablets, intelligente Fernseher und schlaue Autos ersetzen viele Einsatzbereiche, für den Rechner zuhause. In Zukunft verliert der Computer noch viel mehr seiner Aufgaben.
Ein Paar tanzt Walzer, nein Tango, nein jetzt wieder Walzer. Dutzende stehen drum herum und fotografieren die beiden im Akkord. Nicht, weil Tanzen einen Bezug zu einer Technikmesse hätte. Nein, weil das Pärchen den ganzen Tag tanzt, damit die CES-Besucher sie mit den neuen Kameras eines Herstellers fotografieren können. Kameratestmotivtänzer. Irgendwo anders auf der Messe gibt es es eine Getränketheke aus Eis. Eine tropfende Bar, die sich nach zwei Stunden in eine große Pfütze verwandelt, ist  nicht besonders praktisch oder umweltfreundlich - es soll einfach irgendwie cool aussehen. Das ist schließlich Las Vegas.

Sprechen und winken statt Maus und Tastatur

Die CES 2013 zeigt, wie sich viele Hersteller die Zukunft vorstellen. Tastatur, Maus, selbst Fernbedienungen sind nicht die Zukunft. Sprachsteuerung wie Siri wird dagegen bei vielen Geräten des Alltags immer wichtiger. Nicht nur Smartphones, sondern auch Fernseher und Autos verstehen jetzt immer öfter, was wir Ihnen sagen wollen. In einfachsten Fall unterstützt das Auto jetzt schlicht Siri. Dazu ist das Auto per Bluetooth mit dem iPhone verbunden und ein Knopf am Lenkrad startet die Sprachwahl. So könnte man sich unterwegs SMS vorlesen lassen oder einen Termin planen. Dabei funktionieren aber nur Aktionen, die keinen Blick auf den iPhone-Bildschirm erfordern. Alle anderen sind im Auto gesperrt.
Wer in Zukunft seinen Fernseher anbrüllt, erhält dann vielleicht eine Reaktion darauf. Moderne Fernsehapparate kann man per Stimme oder mit Gesten steuern. Ansätze dafür gibt es zwar schon lange, jetzt wird dies aber immerhin zuverlässiger und intuitiver. Zudem erkennt die eingebaute Kamera Gesichter und erlaubt oft Videotelefonie mit Skype. Angry Birds spielt man nun per Handbewegung auf der Glotze. Auch Computer sollen wir in Zukunft durch Winken und Zuruf bedienen. Intel zeigt auf der CES ein Projekt, das in die Laptops und Tablets der nahen Zukunft eingebaut werden soll. Ähnlich wie bei der Bewegungssteuerung von Videospielkonsolen erkennt dieses Tiefeninformationen, also Entfernungen und kann so Bewegungen deutlich besser erkennen und vom Hintergrund trennen als normale Webcams.
Schon die nächste Generation Laptops soll diese Technik erhalten. Bereits jetzt gibt es eine grobe Steuerung durch Gesten vor der Webcam bei manchen Herstellern, funktioniert bislang aber eher zufällig. Ob Apple sich diesem Trend anschließen wird, ist völlig offen. Bei Geräten wie Tablets oder Laptops, die man ohnehin direkt in der Hand hält, dürfte der Nutzen von Freihandgesten ähnlich groß sein, als gäbe man einem Fisch ein Paddel zum Schwimmen.

Autos mit iPhone-Hirn

Ab dem Jahr 2013 werden unsere Autos immer mehr zu rollenden Smartphones. Touch und Apps und all diese Dinge gelten als angesagt und Hersteller wie Audi und Chevrolet zeigen auf der CES, dass das Entertainment-System direkt an das iPhone angebunden wird und mit diesem zusammen arbeitet. Apps wie ein Internetradio auf dem per Kabel verbundenen iPhone bedienen wir dann direkt über den Touchscreen im Armaturenbrett.
Zudem klauen auch die Autoradios selbst die Smartphonebedienung. Touchbildschirm, App-Icons und Widgets ahmen die Oberfläche des iPhone nach. Zudem entwickeln die Autohersteller momentan eigene Appstores für ihre Autos. Hier sollen wir bald Anwendungen für Unterhaltung und Information im Auto installieren können.

Neues für iPhone und iPad

Corning, der Hersteller des iPhone-Glases, lässt auf der CES hochwissenschaftlich Stahlkugeln donnernd auf kleine Glasscheiben krachen. Eine davon ("normales Displayglas") geht kaputt, die andere ("Gorilla Glass 3") nicht. Die neue Generation des Glases soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und bei gleicher Dicke angeblich 30 Prozent bruchsicherer sein. Oder bei gleicher Stabilität deutlich dünner. Kratzer sollen ebenfalls deutlich schwerer entstehen, beziehungsweise angeblich kaum zu sehen sein. Wer immer schon mal Stahlkugeln auf sein iPhone werfen wollte, wird dies wohl ab der nächsten Generation bedenkenlos tun können.
Auch sonst zeigt die CES viele Neuheiten rund um die iOS-Geräte. Mithilfe etlicher Sensoren, Waagen und Schrittzähler sollen wir uns rund um die Uhr selbst überwachen können und unseren angeblichen Gesundheitszustand auf dem iPhone und iPad verfolgen. Was bei Menschen geht, klappt bald auch bei Topfpflanzen. Parrot bringt 2013 Messfühler für den Blumentopf. Der zeigt auf dem iPhone an, ob die Pflanzen genug Wasser, Wärme und Licht haben.
Ein weiterer Trend soll Musikern helfen, das iPad produktiv zu nutzen. Immer mehr Adapter für Mikrofone, iPad-Halterungen für die Bühne oder Übungsinstrumente und DJ-Mischpulte machen das iPad zum Musikassistenten. Simpel und clever: Griffin hat einen neuen Controller zur CES mitgebracht, mit dem Kinder mit Licht auf dem iPad malen kann. Die Frontkamera des iPad sieht den Lichtstift und kann so die Bewegung des Sticks verfolgen.

Fazit zur CES

Den "einen großen Trend" wie Tablets im Jahr 2011 oder 3D bei der CES 2012 gibt es 2013 nicht. Stattdessen gibt es zahlreiche kleinere Entwicklungen: Geräte sind immer häufiger ans Web angebunden oder miteinander vernetzt. iPhone und iPad werden zum Mitspieler und Steuergerät von immer mehr Dingen des Alltags. Der klassische Computer mit Maus und Tastatur wird immer unwichtiger. Stattdessen wird Unterhaltungselektronik cleverer und immer häufiger per Sprache oder Gesten gesteuert.
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