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CES 2015: Neues Futter für Homekit und Co.

11.01.2015 | 14:04 Uhr |

Die Elektronikmesse CES ist der Trendsetter für das Technikjahr. Dieses Jahr zeigte die Messe die ersten Geräte mit Unterstützung für Apples Homekit.

Keine Technikmesse ist so futuristisch wie die CES. Während sich die Cebit inzwischen stark auf Geschäftsangebote konzentriert und die IFA vor allem neue Produkte für das Weihnachtsgeschäft präsentiert, ist die CES verrückter und verspielter. Hier trauen sich Unternehmen, der Weltöffentlichkeit Prototypen, Konzepte und vage Vorstellungen zukünftiger Produkte zu präsentieren.

Dazu gibt es jedoch jedes Jahr Tausende reale Produkte zu sehen. Apple selbst ist zwar nicht dabei, dafür viele wichtige Zubehörhersteller. Die CES 2015 ist insbesonders der Startpunkt für die ersten Geräte mit Homekit für Apples iOS 8.

Erste Geräte für Homekit

Zwar hatten manche Hersteller schon auf der IFA Kompatibilität zu Apples Homekit in iOS 8 versprochen, wirklich klar waren die Voraussetzungen dafür damals jedoch noch nicht. Dies hat sich inzwischen geändert.

Die Serie Elgato Eve soll das Heim vermessen - zusammen mit Homekit.
Vergrößern Die Serie Elgato Eve soll das Heim vermessen - zusammen mit Homekit.
© Elgato

Elgato Eve: Die Sensoren für messen die Umgebung zuhause. Die ersten auf der CES gezeigten Modelle, Eve Energy und Eve Door, messen Stromverbrauch (schalten auch Geräte ein/aus) und ob Türen oder Fenster geöffnet sind. Letzteres ist vor allem im Zusammenspiel mit dem später folgenden Luftsensor wichtig. Dann wird man beispielsweise analysieren können, wie sich kurzes Lüften auf die Raumluft auswirkt. In Kürze sollen einige weitere Sensoren folgen, beispielsweise Eve Home, dass die Luftqualität misst, oder die Wetterstation Eve Weather. Auch Wasserverbrauch wird man messen können, mit Eve Water.

© Incipio

Gleich mehrfach auf der CES anzutreffen: einfache Erweiterungen für Homekit. Dies sind beispielsweise Steckdosen- oder Glühlampenadapter, die als Vermittler zwischen iOS und bestehender Elektrik für Haussteuerung sorgen. Produkte dieser Art haben beispielsweise iHome, iDevices und Incipio vorgestellt. Es sind zwar grundsätzlich von der Funktion her nur Funksteckdosen oder Lichtdimmer mit WiFi, aber so lässt sich Haussteuerung zum kleinen Preis beginnen. Die Preise für derartige Adapter beginnen bei etwa 25 Dollar pro Adapter.

Das Internet der Dinge

Dieser Trend wird bereits seit längerem proklamiert und der normale Verbraucher kann sich wenig darunter vorstellen. Gemeint ist damit, dass immer mehr Dinge des Alltags direkt oder indirekt über das Internet miteinander verbunden sind. Dafür gibt es schon einige Beispiele, Wetterstationen oder Heizungsthermostate beispielsweise. In Zukunft soll sich dieser Trend noch enorm ausweiten, hoffen zumindest die Hersteller der Geräte und Chips dafür.

Andere Highlights

Das aufklappbare Display soll während der Fahrt Infos wie Geschwindigkeit oder die Navigation vor der Frontscheibe anzeigen.
Vergrößern Das aufklappbare Display soll während der Fahrt Infos wie Geschwindigkeit oder die Navigation vor der Frontscheibe anzeigen.
© Sensedriver

Nicht nur für zuhause, auch für das Auto gibt es Neuheiten. Der Auto-Bildschirm Sense Hud ist ein transparentes Display, das Einblendungen vor der Frontscheibe zeigt. Prinzipiell gibt es so etwas schon lange serienmäßig in manchen Modellen, doch dies ist eine sehr günstige Lösung (99 Dollar), die ihre Daten per Bluetooth von einer eigenen App erhält. Noch ist das Gadget nicht erhältlich, kann jedoch in den USA vorbestellt werden. Rund um das Auto dreht sich auch die Ankündigung von VW, bald Carplay unterstützen zu wollen.

Neue Smartwatches

Die Guess Smartwatch sieht aus wie eine normale Uhr.
Vergrößern Die Guess Smartwatch sieht aus wie eine normale Uhr.
© IDG News Service

Kurz vor der Apple Watch bringt die CES einige neue Smartwatch-Modelle. Die Guess Connect von Pompino verbindet sich mit iOS- und Abdroidgeräten, soll dabei unter anderem Benachrichtigungen anzeigen und Anrufe annehmen können. Der Fokus der Uhr liegt dabei darauf, dass die Guess Connect vor allem aussieht wie eine gewöhnliche Uhr und so eher modebewusste Nutzer ansprechen soll, sie kostet 350 Dollar. Auch andere, eher unbekannte Hersteller neuer Smartwatches finden sich auf der CES in einem eigenen, kleinen Bereich.

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