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Viel Lärm um 4G-Funk auf CES

10.01.2011 | 06:59 Uhr |

T-Mobile und Verizon bekriegen sich mit Durchsatz-Geschwindigkeiten. Während T-Mobile Verizon angreift und eine Verdopplung seiner Datenraten verspricht, hat Verizon bereits geliefert und fordert mehr als Reklame von T-Mobile.

Auf der diesjährigen CES sind um das Thema 4G heftige Wortgefechte ausgebrochen. Allen voran ist der Provider T-Mobile mit der Ankündigung, Download-Geschwindigkeit von derzeit 21 auf 42 Megabits pro Sekunde zu verdoppeln .

Leider entspricht T-Mobiles Definition von 4G keineswegs dem offiziellen Standard von IEEE für mobile Breitband-Technologie und in der Tat sind die versprochenen 42 Mbps nur auf dem Papier möglich. Auf direkte Nachfragen, was letztendlich der Kunde von HSPA+ erwarten darf, antwortete T-Mobile: 29 bis 30 Mbps beim Herunterladen und knapp fünf Megabit pro Sekunde beim Hochladen.

Auf der Pressekonferenz in Las Vegas konnte T-Mobile in der Tat schnelle Verbindungen vorführen, aber die waren wahrscheinlich alle auf das Convention Centre begrenzt. Test der Macworld des 21 Mbps T-Mobile-Dienstes in San Francisco boten stellenweise Download-Geschwindigkeiten von sechs bis acht Megabits pro Sekunde, aber weitaus häufiger gar weniger als ein Mbps.

T-Mobile nutzte seine Ankündigungen, um nebenbei auch das LTE-Netzwerk von Verizon anzugreifen: Zwar seien die Geschwindigkeiten dort im Moment ziemlich beeindruckend, aber derzeit ist das Netz ja auch noch nicht mit datenhungrigen Geräten wie Smartphones belastet. Sobald Verizon diese anbindet, wird die Verbindungsgeschwindigkeit deutlich absinken.

Tony Malone, der CTO von Verizon, parierte diesen Seitenhieb mit der simplen Feststellung, das "Verizon seine Versprechungen eingehalten hat und durch Leistung statt Werbung glänzt." Malone bezieht sich auf die groß angelegten Werbe-Kampagnen, die T-Mobile für sein 4G-Netz und Handys schaltete. "Verizon hat mehr als nur großartige Worte geliefert und das LTE-Netz hat seine Geschwindigkeiten bewiesen. Wir erwarteten beim Start einige Kinderkrankheiten, aber bisher sind kaum Rückschläge aufgetreten.", fügte Malone hinzu.

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