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CNET: Apple wechselt zu Intel

04.06.2005 | 14:30 Uhr |

Am Montag findet in San Francisco die Worldwide Developer Conference statt, Apple-CEO Steve Jobs eröffnet mit einer Keynote und könnte dann den Intel-Deal bekannt geben. Den Spekulationen zufolge würde bereits 2006 die Mini-Mac-Linie mit Intel-Prozessoren ausgestattet.

Analyst: Apple wechselt zu Intel
Vergrößern Analyst: Apple wechselt zu Intel

Weiterhin vermutet ein Artikel bei CNET-News.com, dass die Profigeräte der Power Macs 2007 folgen würden. Gleichzeitig wären damit die Partnerschaft mit IBM und die Power PC-Tradition (seit 1992) voraussichtlich beendet. Schon vor kurzem hatte das angesehene Wall Street Journal eine solche Möglichkeit offen ausgesprochen. CNET-News.com beruft sich nun auf nicht näher benannte Quellen, die betroffenen Firmen Apple, IBM und Intel wollten erwartungsgemäß keinen Kommentar zu den Gerüchten abgeben.

Kommentar:

Die Migration auf Intel-Prozessoren wäre ein gigantisches Unternehmen für die Mac-Firma und die zahlreichen Dritt-Entwickler. Sollte etwas an den Gerüchten dran sein, gäbe es voraussichtlich eine Zeit lang parallel Macs mit Intel- und Power PC-Prozessoren. Unklar erscheint, ob Apple sein Mac-OS X auf beliebigen x86-Computer laufen ließe oder nur auf solchen aus eigener Produktion, was sich etwa mit einem speziellen Apple-ROM bewerkstelligen ließe. Ohne Vorbild wäre ein solches Unterfangen nicht: Bereits Anfang der neunziger Jahre versuchte Apple unter dem Codenamen "Star Trek" mit offenbar gutem Erfolg, das damalige Mac-Betriebssystem auf Intel-Chips zu portieren. Und der direkte Vorläufer des heutigen Mac-OS X, Nextstep, lief in der Version 3.0 auf Intel-Prozessoren - verantwortlich dafür zeichnete als Firmenchef Steve Jobs. Weiterhin ist der Kern des aktuellen Apple-Betriebssystems, Darwin, bereits jetzt auf Intel-Prozessoren funktionsfähig. Für den Deal spräche insbesondere, dass Apple auf einen Schlag volle Akzeptanz in der Industrie fände, von den Produktionsengpässen bei IBM und Motorola unabhängig würde und mit einem sehr modernen Betriebssystem in Gestalt von Mac-OS X 10.4 Tiger aufwarten kann. Wogegen Microsoft mit seinem Zeitplan für Longhorn als offiziellem Windows-XP-Nachfolger immer weiter ins Hintertreffen gerät: Frühestens im Herbst nächsten Jahres, vielleicht aber auch 2007 könnte Redmond mit einem zeitgemäßen Betriebssystem präsent sein. Wenn also überhaupt jemals, dann wäre jetzt die Situation für einen solchen Schritt aus Sicht von Apple äußerst günstig: Wenn nicht jetzt, wann dann?! Macwelt wird am Montagabend von der WWCD berichten.

Info: CNET-News.com

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