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CNN-Blog spekuliert über Abomodell im iTunes-Store

12.04.2007 | 12:49 Uhr |

Warum sind die Musik-Flatrates von Napster und Rhapsody so unpopulär? Weil die meisten potentiellen Kunden noch nichts davon gehört haben. Und warum ist das so? Weil der Platzhirsch selbst keine hat.

Und darum kommt auch beim Marktführer iTunes ein Abo-Modell. Das jedenfalls glaubt Paul R. La Monica vom US-Nachrichtensender CNN. Dabei stützt er sich nicht nur auf seinen Fachverstand, sondern auch auf ein Interview mit Les Ottolenghi: Der Chef von INTENT MediaWorks hat nach eigenen Angaben Gespräche mit Apple geführt. Dort ist man offenbar an den technischen Möglichkeiten des INTENT-Distributionssystems für P2P-Netze interessiert.

In einem Blogeintrag bei CNN Money zitiert La Monica den INTENT-Boss: "Ich glaube, Apple denkt genau jetzt sehr ernsthaft darüber nach, ein Abo-Modell anzubieten - wenngleich sie Ihnen etwas anderes erzählen werden." Ottolenghi rechnet innerhalb der nächsten sechs Monate mit einem solchen Angebot, zumal wohl auch die Plattenfirmen ein Abo-Modell gern sehen würden. Dazu meint im selben Bericht Phil Leigh von Inside Digital Media: "Wie jeder andere mag auch die Plattenindustrie regelmäßige Einkünfte." Doch der Analyst kennt auch die Ansicht des maßgeblichen Apple-Mannes: "Jobs hat gesagt, dass er gegen so ein Modell ist - bis wir einen Gegenbeweis haben, sollten wir ihn beim Wort nehmen." Doch das Marktpotenzial ist zu interessant, glaubt Ottolenghi: "Monatlich werden über P2P-Netze 2,5 Milliarden Songs heruntergeladen" - und meint damit größtenteils die illegalen Tauschbörsen. "Verglichen mit einer Milliarde iTunes-Downloads, für die Apple drei Jahre gebraucht hat, ist das ein großer Unterschied."

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