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CPU-Upgrades

28.09.2005 | 16:09 Uhr |

Lesen Sie hier nähere Informationen über die Rolle des Level-3-Caches und der richtigen Grafikkarte, einen Vergleich Upgrade gegen Mac mini gegen G5, eine Übersicht der G4-Prozessorgenerationen, umfangreichere Benchmark-Ergebnisse sowie Vergleichsergebnisse mit und ohne Sonnet-Patch, auch in Macs mit 100-MHz-Bus.

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Die Level-3-Cache-Falle

In Apples aktuellen G4-Macs ist mit Ausnahme des iBook G4 ein Frontsidebus von 166 MHz der Standard. Der Prozessor muss Daten, die nicht mehr in den Cache passen, aus dem Hauptspeicher holen. Das bedeutet bei fehlendem Level-3-Cache mehr Speicherzugriffe. Leider unterstützen die Upgrades ausschließlich alte Macs mit 100- und 133-MHz-Frontsidebus, so dass sich der fehlende Level-3-Cache wegen des langsameren Busses deutlicher auswirkt als bei Apples aktuellen G4-Macs. Der höhere Takt hilft jedoch in manchen Fällen: Der Prozessor wartet zwar öfter auf Daten aus dem Hauptspeicher als bei einer CPU mit Level-3-Cache, wenn die Daten verfügbar sind, kann der Prozessor diese allerdings auch schneller abarbeiten und so die zusätzliche Wartezeit teilweise wieder gutmachen. Manche Routinen passen zudem komplett in den Level-1- und Level-2-Cache, so dass ein zusätzlicher Cache nichts mehr bringt (beispielsweise Cinebench-Rendering oder Terragen).

Dieser Umstand bedeutet allerdings auch, dass die Frontsidebus-Geschwindigkeit des aufgerüsteten Mac viel deutlicher zum Tragen kommt als im letzten Jahr, als alle Upgrades im Test noch Level-3-Cache hatten. Exemplarisch testen wir ein 2-GHz-Upgrade mit 7447A-Chip auch in einem 100-MHz-Mac und vergleichen mit einem 1,5-GHz-7455-Upgrade mit zwei Megabyte Level-3-Cache und halb so großem Level-2-Cache. Die Ergebnisse sprechen für sich, weswegen wir für 100-MHz-Macs zu 7447A-Upgrades nur mit dem Sonnet-Patch raten können. Dieser verbessert die Leistung der Level-3-Cache-losen Upgrades deutlich, aber der Patch beschleunigt auch die Upgrades mit Level-3-Cache in vielen Tests. Das Ideal-Upgrade für 100-MHz-Macs wäre folglich die Powerforce 57 G4 Dual mit 1,4 GHz und 512 KB L2-Cache und 2MB L3-Cache. Da wir primär 133-MHz-Bus-Macs testen steht uns leider kein Testmodell zur Verfügung um dies zu verifizieren. Generell gilt Vorsicht beim Kauf: Prozessortakt alleine ist nicht alles, was zählt. Auch in Macs mit schnellerem Frontsidebus ist der Level-3-Cache deswegen keineswegs überflüssig, der Effekt tritt hier nur schwächer zutage.

Dual-CPU-Upgrades profitieren übrigens stärker von großen Caches, da sich beide Prozessoren denselben engen Frontsidebus für Speicherzugriffe teilen müssen. Wenn die CPUs dank Cache weniger oft auf den Speicher zugreifen müssen, herrscht weniger Datengedränge auf dem Bus. Dies kann man deutlich sehen, wenn man die Leistung der beiden Powerlogix Dual-Upgrades vergleicht, in den meisten Tests schlägt das 1,2 GHz-Upgrade das ein Drittel schneller getaktete 7447-Upgrade.

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