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CTIA: iPhone noch uninteressant für Unternehmen

25.10.2007 | 13:50 Uhr |

Kaum Chancen für Apples iPhone im Businessbereich.

Mit einem eignen Stand war Apple auf der Fachmesse CTIA Wireless I.T. & Entertainment 2007 nicht vertreten, unter den Ausstellern und Besuchern des Mobilfunk- und IT-Kongresses jedoch in aller Munde, berichten unsere US-Kollegen der Network World . Im Businessbereich räumen die meisten der befragten Experten dem iPhone jedoch kaum Chancen ein, trotz der 1,4 Millionen Geräte, die Apple bis Ende September in den USA verkauft hat. In erster Linie störe die Abgeschlossenheit des iPhone, geschäftsrelevante Anwendungen lassen sich noch gar nicht auf das Apple-Handy installieren. Wenn dies ab dem Frühjahr 2008 nach Veröffentlichung eines iPhone-SDK doch möglich sein wird, verhindere ein weit größerer Faktor den Erfolg des iPhone im Business: Das Beharrungsvermögen der IT-Administratoren. Mort Rosenthal, CEO von Enterprise Mobile, erklärt warum: „IT ist in einer großen Organisation straff organisiert. Das iPhone ist ein cooles Telefon, ich kann mir es mir aber nicht als eine Erweiterung von IT-Infrastrukturen vorstellen.“ Der Vorteil von Handys mit Windows Mobile sei deren Interoperabilität mit Windows-Servern und –Desktops in den Unternehmen, das iPhone stelle stets nur eine Insellösung dar. Werde eine IT-Administration zur Unterstützung einer neuen Plattform aufgefordert, brauche diese neues Wissen.

„Unternehmen sind immer zurückhaltend, wenn es um neue Plattformen geht“, bestätigt Faraz Syed, Gründer der Firma Mobile Complete. Syed sieht dennoch ein Schlupfloch, sollten immer mehr Technik-Begeisterte das iPhone privat nutzen und auch im Firmenumfeld verwenden wollen. „Sofern die Mitarbeiter ohnehin ständig diese Telefone nutzen und die Manager die IT-Administroren überzeugen, könnte es funktionieren.

Weniger den potentiellen Nutzen im Business als die Vorteile als Empfangsgerät für Werbung loben Gil Martinez und Nicole Amodeo von der Online-Werbefirma The Hyperfactory das Apple-Handy: „Das iPhone ist gut für das Anzeigengeschäft.“ Der integrierte Browser erlaube es, das Web in der gleichen Weise wie auf einem Laptop zu erleben, Werbeformate müssten nicht eigens entwickelt und eingespielt werden. In ihrem eigenen Unternehmen hätten schon einige der 60 Angestellten das iPhone im Einsatz und könnten damit auf das Firmennetz zugreifen. Apple biete schon jetzt eine stabile und sichere Plattform, Martinez sehnt jedoch die Öffnung des iPhone herbei, damit Unternehmen Anwendungen um das Apple-Handy herum stricken könnten.

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