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Carmack: Jobs macht sich nichts aus Spielen

07.08.2008 | 10:46 Uhr |

In einem ausführlichen Interview bei Eurogamer.net äußert sich die Spieleentwickler-Legende auch zu seinen Ansichten über das iPhone und den Mac als Spieleplattform.

John Carmack, Mitbegründer und Chef des US-Spielentwicklerstudios id Software , ist für einige der berühmtesten 3D-Shooter mitverantwortlich, darunter Doom oder Quake. Derzeit entwickelt id Nachfolger dieser Spiele (Quake Live und Doom 4) sowie das neue Game Rage, die alle ebenfalls für den Mac erscheinen könnten. Ferner ist ein id-Spiel für das iPhone in Vorbereitung. Carmack geht auf eine Reihe von Fragen zu Vorzügen und Nachteilen diverser Plattformen wie der Xbox, der Playstation 3 oder den PC mit Tastatur und Maus als bevorzugte Eingabegeräte fürs Shooter-Spielen ein. Gegen Ende des Interviews nimmt er Stellung zu seiner Aussage, Apple würde sich nicht wirklich auf Spiele für den Mac einlassen. Nach Carmacks Meinung liegt das an Apple-Chef Steve Jobs, der sich zwar sehr für Musik und Multimedia interessiere und dementsprechend die Entwicklung dafür vorantreibe - aber Spiele hätten für ihn keine Priorität, er sei eben kein Gamer ("The truth is Steve Jobs doesn't care about games ... he's not a gamer. That's just the bottom line about it"). Immerhin konnte er ihm bei der Entwicklung von Quake 3 abringen, auf OpenGL statt Quicktime 3D als Grafikschnittstelle für Spiele zu setzen. Außerdem hätten alle id-Portierungen (größtenteils mit Aspyr) auf den Mac Gewinn abgeworfen, aber das sei nicht das entscheidende Motiv bei der Anpassung von id-Games für Apple-Rechner. Die Verbindung zu Jobs-Produkten ist fast historisch: Doom und Wolfenstein 3D hat Carmack ursprünglich auf einem Next Cube entwickelt - einem Computer der Firma, die Jobs zwischen seinen Apple-Engagements gegründet hatte und die später in Apple aufgehen sollte.

Info: Eurogamer.net

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