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Carphone mogelt bei iPhone-Versicherungen

30.11.2007 | 13:22 Uhr |

Angestellte von Carphone, dem führenden Mobiltelefon-Händler und einzigen iPhone-Handelspartner in Großbritannien, geben den iPhone-Kunden inkorrekte Auskünfte über den Versicherungsschutz, klagt BBC gegenüber Mac NN.

Laut den Nachforschungen des Programms BBC One Watchdog informierten drei von fünf besuchten Carphone-Läden in UK die Kunden, dass bei Verlust des iPhones ein komplett neuer Vertrag mit O2 (für 630 Pfund) abgeschlossen werden muss. Korrekt ist, dass ein Kunde zwar ein neues iPhone zahlen muss, aber den bestehenden Vertrag weiterführen kann.

Dieser feine Unterschied beschert Carphone zusätzliches Einkommen, da Carphone eigene Versicherungen zum Schutz vor Diebstahl oder Verlust anbietet. Des Weiteren profitieren auch alle Angestellten davon, da diese für jedes iPhone und jede verkaufte Versicherung Kommissionen einstreichen. BBC berichtet, dass der Rahmenvertrag mit O2 nach Angaben von Carphone diese Fälle nicht abdeckt – aber auch diese Angaben sind nicht zutreffend.

Die Geschäftsleitung der Firma Carphone verteidigt sich und schiebt alles auf „leichte Verwirrung einiger weniger Verkäufer“. Die „wenigen Beschwerdefälle“ geben laut Carphone kein Abbild der Kundenberatung an sich.

In Sachen Versicherung hatte Carphone bereits vorher seinen schlechten Ruf weg. Erst in 2006 wurde die Firma von der britischen Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen (UK Financial Service Authority, FSA) wegen Rechtsverletzungen zu Zahlungen in Höhe von 245.000 Pfund verklagt.

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