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Catalyst: Wasserdichte Schutzhülle für die Apple Watch

04.09.2015 | 10:37 Uhr |

Baden gehen sollte man mit der Apple Watch nicht unbedingt. Mit Case lässt sie sich aber beim Schwimmen eingeschränkt nutzen.

Die Apple Watch trägt sich prima zum Sport - solange es kein Wassersport ist. Zwar sollte Spritzwasser der Apple Watch nichts ausmachen und auch beim Plantschen im Baggersee dürfte sie noch keinen Schaden davontragen, doch empfiehlt der Hersteller, die Uhr nicht mit ins Wasser zu nehmen und sie auch besser beim Duschen oder Spülen abzulegen.

Wassersportler bekommen nun aber die ersten dichten Apple-Watch-Gehäuse, das Unternehmen Catalyst zeigt seine wasserdichten Cases derzeit auf der IFA in Berlin . Schön sind sie nicht, aber zweckmäßig: Sie bedecken (fast) die gesamte Uhr, lassen aber digitale Krone und den Knopf an der Seite nutzen und die Rückseite mit dem Pulsmesser und der induktiven Ladestation frei. Ein Nylon-Armband ist mitgeliefert. Kosten für das 42-mm-Modell: Etwa 60 Euro. Besitzer der 38-mm-Apple-Watch schauen noch in die Röhre. Das Case soll die Uhr gemäß der Kategorie IP68 die Uhr an Land zuverlässig vor Staub und bis zu 30 Minuten in fünf Metern Wassertiefe schützen. Catalyst hält seine Lösung sogar für größere Tiefen ausreichend, hat das aber nicht getestet und empfiehlt die eigene Hülle daher nicht für tiefere Tauchgänge.

Die Apple Watch hat ohne Schutzhülle gemäß des  IEC-Standards 6052 eine Dichtigkeit von IPX7 zertifiziert. Das heißt, dass sie bis in einem Meter Wassertiefe 30 Minuten lang dicht halten müsste, der Schutz gegen Staub an Land ist nicht gemessen und zertifiziert (daher das X). Gleichwohl sind Apple-Watch-Nutzer schon mit der Uhr baden gegangen, der Triathlet Ray Maker hat sie etwa beim Schwimmen und sogar beim Sprung vom Brett getragen und zudem die Uhr in seiner Messkammer einer simulierten Tiefe von 40 Metern ausgesetzt - die Apple Watch Sport hat das überlebt.  Was Maker und andere Tester aber herausgefunden haben: Der kapazitive Screen funktioniert unter Wasser nicht, die Trainingseinheit zu starten und zu stoppen ist nur an Land möglich. Immerhin lässt sich das Display ablesen, wenn man die Uhr einschaltet. Auch die Pulsmessung arbeitet aus technischen Gründen wenig zuverlässig, das Wasser zwischen Sensor und Haut absorbiert und streut zu viel von dem zur Messung eingesetzten grünen Licht.

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