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Kalifornien wird CeBIT-Partnerland

28.05.2008 | 09:43 Uhr |

Der US-Bundesstaat Kalifornien ist im nächsten Jahr Partnerland der Computermesse CeBIT.

"Kalifornien ist unser absoluter Wunschpartner", sagte der Präsident des Branchenverbandes BITKOM, August-Wilhelm Scheer in Hannover. Der US-Bundesstaat sei in vielerlei Hinsicht Vorbild für die deutsche Hightech-Industrie. "Kalifornien als Partnerland kann für eine Aufbruchstimmung sorgen." Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue sagte der dpa, die Bundesregierung habe Gouverneur Arnold Schwarzenegger zur nächsten CeBIT im März 2009 nach Hannover eingeladen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass er an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen werde.

Kalifornien mit dem Silicon Valley gilt als wichtigste Ideenschmiede in der Hightech-Industrie weltweit und ist Heimat von IT-Schergewichten wie Google, Yahoo und Apple. Zudem ist der Bundesstaat in Sachen Umweltschutz in den USA am fortschrittlichsten. "Green IT", umweltfreundliche Informationstechnologie, soll wie in diesem auch im nächsten Jahr ein CeBIT-Schwerpunkt werden. Raue sagte, zudem würden die "dramatische Weiterentwicklung" des Internets und dessen vielfältige Anwendungen in allen Lebensbereichen im nächsten Jahr einen Schwerpunkt bilden. CeBIT-Partnerland 2008 war Frankreich.

Scheer sagte, Kalifornien sei vor allem bei der Standortpolitik ein Vorbild für Deutschland. "Kalifornien hat es geschafft, das Silicon Valley über lange Zeit hochinnovativ zu halten. Dort entstehen neue Technologien, die unser Leben verändern - wenn wir an Unternehmen wie Google denken oder in der Web-2.0-Ära Unternehmen wie Facebook." Die deutsche High-Tech-Industrie könne sich eine Menge von Kalifornien abschauen: "Dort gibt es einen besonderen Spirit, diesen Unternehmergeist, eine Firma in einer Garage zu gründen und zum Milliardär aufzusteigen. Wir müssen in Deutschland viel mehr den Optimismus und die Chancen in unserer Branche herausstellen."

Kalifornien als Partnerland sei eine enorme Chance für die deutsche IT-Branche, sagte Scheer. Nach dem Vorbild des US- Bundesstaates könne die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Unternehmen in Deutschland verbessert werden. "Unseren großen Forschungsinstitutionen ist es noch nicht gelungen, ein Unternehmen mit weltweiter Bedeutung hervorzubringen - dieses hohe Potenzial müssen wir besser einsetzen, damit aus vielversprechenden Erfindungen globale Innovationen werden." Scheer sagte zudem, er hoffe, dass viele junge kalifornische Hightech-Unternehmer zur CeBIT kämen, etwa der Gründer des Online-Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg.

Raue, im Vorstand der Deutschen Messe AG für die CeBIT zuständig, sagte, in Kalifornien sei vor allem angesichts der Kommerzialisierung von Web 2.0 eine "unglaubliche Dynamik" entstanden. Auf der nächsten CeBIT werde es eine besondere Präsentation Kaliforniens geben. Dazu führe die Messe Gespräche mit Google, Yahoo und anderen Unternehmen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Unternehmen mit den richtigen Inhalten von einer CeBIT-Teilnahme überzeugen können."

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