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CeBIT: Messe zieht Notbremse - Veranstaltung soll reformiert werden

13.03.2007 | 15:22 Uhr |

Das Wort Krise hören die CeBIT-Macher nicht gern. Doch die Computer- und Telekommunikationsmesse ist stark in Bedrängnis geraten. Branchenriesen wie Nokia und Motorola haben ihr den Rücken gekehrt, weil sie sich auf der Messe offensichtlich nicht mehr richtig aufgehoben fühlen. Die jahrelange Talfahrt der CeBIT setzt sich damit fort, die Ausstellungsfläche sinkt weiter. Die Veranstalterin Deutsche Messe AG in Hannover zieht nun die Notbremse - 2008 soll die CeBIT grundlegend reformiert werden. Die CeBIT in diesem Jahr ist demnach eine Übergangsmesse.

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"Die CeBIT der Zukunft wird eine ganz andere Veranstaltung sein, aber sie wird weiterhin einer der wichtigsten Treiber der digitalen Welt sein", sagt Messe-Vorstandsmitglied Ernst Raue. Die CeBIT soll künftig wieder vor allem eine "Profimesse" sein - nach dem Motto: Mehr Fachbesucher, weniger "Plastiktütenträger".

Kurz vor Weihnachten 2006 hatte die Messe Alarm geschlagen. In einem Brief an die Aussteller kündigte Raue einen tief greifenden Umbau der CeBIT an. Es bestehe "aktueller Handlungsbedarf".

Das Erscheinungsbild der CeBIT solle nachhaltig verbessert, die Effektivität der Messebeteiligung für die Aussteller deutlich erhöht, deren Messekosten gesenkt werden. Dazu gehören auch Verhandlungen mit den Hotels in Hannover über moderatere Preise. Derzeit satteln die Hotels zu CeBIT-Zeiten ordentlich drauf, Zimmerpreise von 400 oder 500 Euro sind nicht unüblich.

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