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CeBit: „Man kann jeden betrügen“

10.03.2006 | 10:34 Uhr

Internet-Kriminelle haben sich nach Ansicht von Eugene Kaspersky, Gründer von Kaspersky Labs, eine Reihe neuer Vorgehensweisen ausgesucht, um auf die zunehmende Wachsamkeit der Internet-Nutzer zu reagieren. "Die Bankkunden sind darüber aufgeklärt. Die Zahl der Phishing-E-Mails geht zurück."

"Die Kriminellen suchen neue Wege, um an die Informationen zu kommen, die sie von den Leuten haben wollen", sagte Kaspersky . "Man kann jeden betrügen." So seien die Kunden einer Bank gebeten worden, ein Word-Dokument auszudrucken, ihre Kundendaten einzutragen und es an eine bestimmte Faxnummer zu schicken. In Japan hätten Hacker die Kundendatei einer Bank geknackt und CDs mit bösartiger Software an alle verschickt. "Es gibt eine Menge Möglichkeiten", sagte der Viren-Experte. "Obwohl hunderte von Internet-Kriminellen verhaftet wurden, hatten wir doppelt so viele Typen bösartiger Software. Das ist ein florierendes Geschäft."

Der Großteil der Angriffe komme aus China und spanisch- oder portugiesischsprachigen Ländern, aber auch aus der ehemaligen Sowjetunion und Osteuropa. Dabei komme den Kriminellen die Naivität vieler Internet-Nutzer zugute. "Manche Leute denken einfach, dass das Internet eine Art virtuelle Welt darstellt", sagte Kaspersky. "Aber aus dieser virtuellen Welt hat man Zugang zu Informationen aus der realen Welt wie etwa Kontozugangsdaten." Viele machten sich immer noch nicht ausreichend Gedanken über Sicherheitsfragen. (dpa/mja)

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