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Sony-Tochter zeigt FE-Displays

04.10.2007 | 17:07 Uhr |

Auf der Messe Ceatec in Japan hat ein Tochterunternehmen von Sony neue Monitore basierend auf der FED-Technologie präsentiert. Erste Modelle sollen im Jahr 2009 erscheinen und in Konkurrenz zu Plasma- und LC-Displays treten.

Die Forschungslabore der großen Unterhaltungskonzerne geben sich nicht mit Plasma oder LCD zufrieden, beständig werden weitere Techniken für flache Fernseher entwickelt. Neben OLED ist dabei noch FED (Field Emission Display) zu nennen. Verschiedene FED-Monitore mit 20 Zoll wurden nun auf der Messe Ceatec in Japan vorgestellt, im Jahr 2009 sollen erste Geräte in den Handel kommen.

Die FED-Technologie soll dabei für schnellere Reaktionszeiten und weniger Stromverbrauch sorgen, zudem soll eine wärmere und realistischere Bilddarstellung als über Plasma- oder LC-Displays möglich sein. Die ersten FEDs (bis maximal 32 Zoll, volle HD-Auflösung) sollen sich laut Norihito Nishimoto, Sprecher des Unternehmens Field Emission Technologies, an professionelle Zielgruppen richten, Preise wurden noch nicht genannt, dürften aber - der Zielgruppe entsprechend - eher am oberen Ende der Preisskala liegen.

Monitore auf Basis der FED-Technologie funktionieren dabei ähnlich wie herkömmliche Röhren-Monitoren. In beiden Fällen werden Bildpunkte mittels eines Elektrodenstrahls zum Leuchten gebracht, allerdings gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied. Denn während bei einem Röhrenmonitor der Elektronenstrahl über eine Quelle realisiert wird (wobei der Strahl umgelenkt wird, um jeden Punkt des Bildschirms zu erreichen), steht bei FED jedem Punkt ein Elektroden-Emitter gegenüber.

Die auf der Ceatec vorgestellten Modelle erreichten dabei Wiederholungsraten von 240 Bildern pro Sekunde – doppelt so hoch, wie bei den aktuellen Sony-LCDs der Bravia-Serie. Grundsätzlich könnten FE-Displays auch günstiger als LCD-TVs produziert werden, da die Monitore keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Das Problem für Field Emission Technologies ist derzeit allerdings, dass es über keine Produktionslinie für FE-Displays verfügt. Ob das Unternehmen plant, eine kostenintensive Produktionsstraße zu errichten, ließ Nishimoto offen.

Field Emission Technologies erblickte im Jahr 2006 als Spinoff der FED Research Group von Sony das Licht der Welt. Mittlerweile hält der Technology Carve-Out Fund von TechGate Investment 64,5 Prozent der Anteile. (Pilzweger/mst)

:Sony bringt ersten OLED-Fernseher im Dezember (PC-WELT Online, 2.10.2007)

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