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Cebit 2002 erfüllt Erwartungen

18.03.2002 | 11:51 Uhr |

Die Cebit 2002 in Hannover erfüllt die in sie gesetzten Erwartungen. "Wir spüren die Impulse für einen allmählichen Aufschwung", sagte der Vizepräsident des Branchenverbands BITKOM, Heinz Bäurer am Sonntag zur Messehalbzeit. An den ersten vier Tagen kamen nach Angaben der Deutschen Messe AG 350 000 Besucher zur Cebit, darunter fast ein Viertel aus dem Ausland. Damit lag sie knapp auf Vorjahresniveau. Die Cebit 2002 dauert einen Tag länger.

Bräuer erwartet, dass sich in der Informations- und Telekommunikationsbranche "der Konsolidierungsprozess fortsetzt. Dafür werden wir mehr profitables Wachstum bekommen." Der BITKOM- Vizepräsident geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stabil bleiben wird, allerdings werde es Verschiebungen geben. Bräuer lobte den hohen Anteil ausländischer Besucher auf der Cebit, der gegenüber dem Vorjahr nochmals zugenommen hat.

Messe-Vorstand Ernst Raue zeigte sich von der gestiegenen Zahl der Gäste aus den USA überrascht. Dies habe er nach den Terroranschlägen des 11. September nicht erwartet. Eine Prognose zur Gesamt- Besucherzahl wollte er nicht abgeben. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 840 000 Besucher gewesen. Diese Zahl wird nach Schätzung von Messekennern nicht erreicht

Mit dem neuen Cebit-Standort in New York will die Deutsche Messe AG im kommenden Jahr auch den amerikanischen Markt für IT-Messen erobern und gleichzeitig den Bekanntheitsgrad der Marke "Cebit" steigern. "Es sieht so aus, als wenn alle wichtigen Unternehmen der Computer- und Telekommunikationsbranchen mitziehen", sagte Raue der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Gespräche während der Cebit seien "sehr erfolgreich" gewesen. So habe sich zum Beispiel Computer-Riese IBM "begeistert" über die US-Pläne der Deutschen Messe AG gezeigt.

Die erste "Cebit america" ist vom 18. bis 20. Juni 2003 in New York geplant. Raue hofft auf 425 Aussteller und 30 000 und 50 000 Besucher. "Wir haben uns unter anderem deshalb für New York entschieden, weil die wichtigsten Entscheider an der US-Ostküste ansässig sind", begründete er die Standortwahl. Der Termin im Frühsommer sei ideal, weil die meisten Unternehmen zu dieser Zeit ihre Investitionsentscheidungen für das nächste Jahr vorbereiteten. Die Konkurrenz durch die an verschiedenen nordamerikanischen Standorten etablierte IT-Messe "Comdex" fürchtet Raue nicht. (dpa)

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