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Cebit: Elektronische Gesundheitskarte soll eine Milliarde Euroeinsparen

22.03.2004 | 14:38 Uhr |

Mit der elektronischen Gesundheitskarte soll im Gesundheitswesen im ersten Schritt mindestens eine Milliarde Euro gespart werde.

Ministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte am Montag auf der Computermesse CeBIT in Hannover, allein durch das elektronische Rezept werde dieses Einsparvolumen erreicht. Die Karte soll am 1. Januar 2006 eingeführt werden. Zunächst soll sie die Papierrezepte ablösen, später alle wichtigen Patientendaten enthalten.
Das Projekt sei voll im Zeitplan, sagte Schmidt. Von Oktober an solle es in einigen Bundesländern die ersten "Feldversuche" geben. Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass der Zeitplan zu halten sei. Vertreter der Industrie hatten den Zeitplan zuvor als "ambitioniert" bezeichnet. Auch einige Krankenkassen sind skeptisch. Schmidt sagte, die konkrete Ausgestaltung liege nun in den Händen der Krankenkassen und der Verbände im Gesundheitssystem. Die Kosten von geschätzt 700 Millionen Euro bis mehr als 1 Milliarde Euro müssten im Gesundheitswesen aufgebracht werden. Innerhalb von zwei Jahren würden sich die Investitionen rechnen.
Das Industriekonsortium bIT4health übergab Schmidt die so genannte Rahmenarchitektur der Gesundheitskarte. Sie beschreibt auf rund 1.000 Seiten die IT-Anforderungen an die konkreten Lösungen, die jetzt programmiert werden müssen. IBM-Chef Walter Raizner sagte, die Karte baue auf einer funktionierenden Technologie auf. Der Chip auf der Karte habe eine 125-fach höhere Speicherkapazität als die bisherige Versichertenkarte und gewährleiste die "maximale Sicherheit".

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