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Cebit-Halbzeit: Milliardenaufträge und Besucherplus

19.03.2007 | 07:24 Uhr |

Die gute Konjunktur hat der Hightech-Branche auf der Computermesse Cebit Milliardenaufträge beschert. In den ersten Messetagen seien bereits Order in Höhe von fünf Milliarden Euro eingegangen und damit deutlich mehr als Vorjahr, sagte der Vizepräsident des Branchenverbandes BITKOM, Heinz-Paul Bonn, am Sonntag zur Cebit-Halbzeit in Hannover.

Die Cebit spiele damit in einer «eigenen Liga», sagte Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Veranstalterin Deutsche Messe AG. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen sei hoch. Die Zahl der Messebesucher stieg bisher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf «deutlich mehr» als 200 000 Besucher. Die Cebit habe die Erwartungen übertroffen.

Bei der Computerschau zeigen noch bis Mittwoch rund 6100 Aussteller aus mehr als 70 Ländern ihre Produkte. Damit setzte sich der Ausstellerschwund der vergangenen Jahre fort. Branchenriesen wie Nokia und Motorola hatten ihren Cebit-Auftritt abgesagt, weil sie sich auf der Messe nicht mehr richtig aufgehoben fühlten. Die Ausstellungsfläche ging weiter zurück. 2008 soll die Cebit grundlegend reformiert werden. Die Messe wird um einen auf sechs Tage gekürzt, damit sollen die Messebudgets der Aussteller entlastet werden. Raue sagte zudem, das Hotelgewerbe habe zugesagt, im nächsten Jahr «mehrere tausend» Zimmer anzubieten, die im Preis gedeckelt seien. In der Vergangenheit hatten Aussteller die in die Höhe geschossenen Hotelpreise zur Cebit scharf kritisiert. Die Deutsche Messe AG sowie die niedersächsische Landesregierung hatten dies als eine Gefahr für den Messestandort Hannover bezeichnet.

Im nächsten Jahr will die Cebit zudem ihr Profil als «Profimesse» stärken. Die Struktur soll übersichtlicher, die Zahl der Kongresse und Foren erweitert werden. Raue sagte zudem, der Fachbesucheranteil von derzeit rund 85 Prozent solle erhöht werden. Auf der Cebit werde es aber auch weiterhin Verbraucherelektronik zu sehen geben. Zu den Schwerpunktthemen der Cebit in diesem Jahr zählen Internet- Telefonie, IT-Sicherheit, mobile Kommunikation sowie Telematik und Navigation. Der BITKOM rechnet 2007 in der Hightech-Branche in Deutschland mit einem Wachstum von zwei Prozent - trotz fallender Preise und Dämpfer in einzelnen Sparten. Der Gesamtmarkt dürfte der Prognose zufolge auf einen Umsatz von rund 149 Milliarden Euro zulegen. Dies wäre zwar ein niedrigeres Plus als 2006 mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent - allerdings war der BITKOM bis zum Cebit- Start nur von 1,6 Prozent Wachstum 2007 ausgegangen. (dpa)

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