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Cebit: IBM sucht angeblich Motherboard-Hersteller für PPC

24.03.2004 | 16:48 Uhr |

Der englischen IT-Newsseite Inquirer zufolge hat IBM auf der Cebit bei mindestens zwei x86-Motherboard-Herstellern wegen der Entwicklung PPC-basierter Motherboards angefragt.

Dies könnte eine Rückkehr der CHRP-Plattform (Common Hardware Reference Platform) bedeuten, die Apple, IBM und Motorola zur Einführung der PPC-Architektur spezifiziert haben. Dieser Architekturstandard sollte die PPC-Plattform für eine Vielzahl von Herstellern ähnlich offen machen wie es auf x86-Seite schon lange der Fall ist, es sollten die Betriebssysteme AIX, MacOS, Windows NT, Solaris und OS/2 darauf laufen. Fast keine Produkte erreichten Marktreife und die Einstellung der Clones 1997 versetzte der Initiative effektiv den Todesstoß. Und so wurde es in den letzten Jahren sehr still um CHRP. Mit IBMs wiederentdecktem PPC-Fokus könnten sich die CHRP-Zukunftsaussichten jedoch genauso verbessern wie Apples CPU-Situation mit dem G5 wegen dessen Leistungsfähigkeit und Entwicklungspotential.
Ob Rechner auf dieser Basis dann auch Mac-OS-X-fähig wären, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren . Dass Apple daran wenig Interesse haben dürfte scheint wahrscheinlich, denn bekanntlich hat Steve Jobs als erste Amtshandlung bei seiner Rückkehr 1997 den Clone-Herstellern die Lizenz entzogen. Grund für diese Entscheidung war die Sicherung der eigenen Hardwareprofite.
Dieses Gerücht würde jedoch einem anderen mehr Glaubwürdigkeit verleihen: IBM plant angeblich, eine günstige, aufs Wesentliche reduzierte G5- und Linux-basierte PPC-Hardwareplattform für interessierte Entwickler einzuführen.
Immerhin: Ein Evaluations-Motherboard für Entwickler mit Dual G5 gibt es bereits von Momentum Computers , Partner von Terrasoft Solutions , die sich auf PPC-Linux spezialisiert haben.

Info: The Inquirer

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