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Cebit | UMTS hebt ab

10.02.2005 | 09:03 Uhr |

Während die Mobilfunkbetreiber noch über Gewinn bringende Anwendungen von UMTS nachdenken, wird in Labors bereits an Technologien von morgen gearbeitet. In zehn Jahren soll nach den Zielvorgaben der Internationalen Telekommunikations-Union (ITU) die zweite UMTS-Generation an den Start gehen. Und sie wird nach Expertenschätzung 100 bis 1000 Mal schneller sein als die erste.

Doch das ist Zukunftsmusik, wie auch die Handys, die ohne Tastendruck auf Sprache oder Handbewegung reagieren. Auf der Computer- und Telekommunikationsmesse CeBIT (10. bis 16. März) haben die Mobilfunkbetreiber andere Fragen in den Vordergrund gerückt: Wie lässt sich UMTS mit entsprechenden Anwendungen überhaupt erfolgreich im Massenmarkt platzieren? Knapp fünf Jahre nach der spektakulären UMTS-Auktion wollen die Betreiber endlich die ersten Früchte ihres Milliarden schweren Engagements ernten.

Nach mehrfachen Verzögerungen - ursprünglich wollten die ersten Betreiber schon 2002/2003 an den Start gehen - heben die UMTS-Dienste in diesem Jahr endgültig ab. Alle vier Betreiber sind mit dabei und haben die ersten Geräte im Programm. Aber die neuen multimedialen Anwendungen stecken noch in den Kinderschuhen. Bislang ist es den Anbietern nicht gelungen, mit überzeugenden Diensten zu punkten. Das reine Datengeschäft macht derzeit weniger als 20 Prozent des Umsatzes aus, davon entfällt wiederum der Löwenanteil auf den Klassiker SMS.

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