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Cebit: Von der Sonderausstellung zur weltgrößten Computermesse

15.02.2001 | 00:00 Uhr |

Auf eigene Präsenz hat der Mac-Hersteller auch dieses Jahr verzichtet, dennoch sind Apple-Produkte in Hannover präsent. Ab 24. März ist am Macwelt-Stand Mac-OS X zu sehen.

Die Erfolgsstory der weltgrößten Computermesse Cebit reicht mehr als 40 Jahre zurück. Schon Ende der 50er Jahre traf sich die Industrie, aus der die heutigen Branchen der Telekommunikations- und Informationstechnologie entstanden sind, auf der Hannover Messe an den Ständen der Büroindustrie.

Anfang der 70er Jahre gab es die ersten Kleincomputer in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu sehen. Doch die Geräte waren ausschließlich für den Büro-Einsatz gedacht und hatten Festplatten mit Speicherkapazitäten von gerade einmal 40 oder 50 Kilobit.

Mit der rasanten technologischen Entwicklung wuchs das Interesse an neuen Geräten und Lösungen in der Datenverarbeitung schnell. 1970 entschied die Messeleitung, die Büroindustrie erstmals aus der jährlichen Industriemesse als eigenständigen Bereich auszulagern.

Unter dem Namen Cebit wurde der Sonderausstellungsbereich «Centrum für Büro- und Informationstechnologie» eingerichtet. Mit der zweiten Silbe (Bit) verwies der Name zugleich auf die kleinste und wichtigste Maßeinheit eines Computers.

Insgesamt 638 Aussteller trafen sich in der eigens für die Cebit geschaffenen Halle 1 - ein mächtiges Gebäude, das 1984 als «weltgrößte ebenerdige Messehalle» ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde. Doch auch hier wurde der Platz bald zu klein. Die Elektronisierung des Alltags trug ihren Teil zum Interesse an neuen Technologien auch in der breiten Bevölkerung bei.

Im Jahr 1984, kurz nachdem der Personal Computer langsam seinen Siegeszug in die Haushalte weltweit antrat, beschloss die Deutsche Messe AG, dass sie für den Bereich Datenverarbeitung und Bürokommunikation unter dem Namen Cebit eine eigenständige Messe veranstaltet werden sollte. Am 12. März 1986 präsentierten mehr als 2142 Aussteller ihre Produkte auf insgesamt 200 000 Quadratmetern Messegelände.

Seit der ersten eigenständigen Cebit hat sich die Zahl der Aussteller aus dem In- und Ausland inzwischen vervierfacht. Die Cebit ist vielen Experten und Laien weltweit als Kontakt- und Informationsbörse unverzichtbar geworden.

Apple war zuletzt 1999 auf der weltgrößten Computermesse mit einem eigenen Stand vertreten. Im Halle 13 hatte der Mac-Hersteller den "Apple Power-Park" aufgebaut, um einen Zentralbereich, in dem unter anderem die damals neuen blau-weißen G3-Rechner und bunten iMacs der zweiten Generation zu sehen waren, gruppierten sich die kleineren Stände der "Solution Provider" wie Computerworks, Fuchs EDV oder Storm.

Auf einen offiziellen Auftritt hatte Apple im letzten Jahr verzichtet, aktuelle Produkte konnte man jedoch auf den Stand von 3Com bewundern: In Deutschland beschäftigen der Mac-Hersteller und die Palm-Mutter die selbe Presseagentur.

Dennoch wehte der Geist des Mac-Herstellers nicht nur durch die "Publishing"-Halle 9, in der Adobe, Quark und Konsorten ihre Produkte selbstverständlich auf Macs präsentierten. Gerade unter Herstellern aus Fernost war letztes Jahr TCP das große Thema - "translucent colored plastic".

Im Jahr 2001 glänzt Apple erneut durch Abwesenheit - mit einer rühmlichen Ausnahme. Ab Samstag, den 24. März ist in Halle am Stand B18, den sich Macwelt mit anderen IDG-Publikationen teilt, Mac-OS X zu sehen, dessen offizielle Premiere auf den dritten Messetag fällt.

pm

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