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Cebit goes Amerika

27.02.2002 | 14:51 Uhr |

Die Macher der Computermesse CeBIT planen einen Ableger in den USA. Er werde die Internationalisierung der CeBIT vorantreiben, sagte das zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG (Hannover) Ernst Raue dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "So wie ich das sehe, wird es auch bald etwas in den USA geben."

Es sei eine einmalige Chance, den Schritt nach Nordamerika zu wagen, wenn die Rahmenbedingungen stimmten, sagte Raue. Verträge seien noch nicht gemacht, es werde noch nach einem geeigneten Gelände gesucht. Die Messe werde aber nur mit dem Rückhalt der Branchenriesen IBM, Intel und Microsoft mit der CeBIT auf den US-Markt gehen. Es gebe entsprechende Gespräche. Er hoffe schon in zwei Wochen konkrete Erfolge vorweisen zu können. Eine Konkurrenz zur eigenen Veranstaltung in Hannover befürchte die Messe aber nicht, da nur rund fünf Prozent der Besucher aus den USA nach Hannover kommen.

Bei der US-Messe Comdex in Las Vegas waren im November die Besucherzahlen um mehr als ein Viertel auf unter 150 000 zurückgegangen. "Es kann nicht sein, dass eine IT-Messe in den USA nicht funktioniert", sagte Raue. Noch vor einigen Monaten hatte die Messe AG ausgeschlossen, sich in den USA mit einer eigenen Veranstaltung zu engagieren.

Die diesjährige CeBIT in Hannover beginnt am 13. März. Raue erwartet dazu rund 800 000 Besucher. Schon in der Vergangenheit hatte die Messe AG Ableger ins Ausland gebracht. So gab es bereits Veranstaltungen in der Türkei, Australien und Schanghai. dpa

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