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Centrino 2: Intels neue Notebook-Technik

14.07.2008 | 13:32 Uhr |

Stellt Intel neue Prozessoren und Chipsätze vor, so ist deren Einsatz in Apple-Hardware oft nicht weit. Auch die neue Plattform Centrino 2, die der Hersteller heute offiziell auf den Markt bringt, dürfte schon bald in tragbaren Macs Einzug halten.

Wer in den nächsten Wochen beim Discounter genau hinsieht, der hat beste Chancen, einen "Centrino 2"-Schriftzug auf Windows-Notebooks, auf bunten Prospekten und Werbeplakaten zu entdecken. Apple allerdings wird Mac-Anwender weiterhin nicht mit bunten Schriftzügen plagen, außerdem wird die designierte Plattform für Windows-PCs nicht unverändert in den tragbaren Computern des Herstellers stecken: Bislang hat Apple stets nur einen Teil der Technik verbaut, die unter dem Namen "Centrino" den Prozessor, das Mainboard, Chips für Verbindungen über Bluetooth und WLAN sowie eine Grafiklösung umfasst. Airport und Bluetooth stammen aber weder im MacBook noch im MacBook Pro von Intel. Ein Windows-Notebook mit "Centrino 2"-Label umfasst: einen Penryn-Prozessor mit einer Taktfrequenz zwischen 2,4 und 2,8 Gigahertz auf einem Mainboard, das schnellen und stromsparenden DDR3-RAM verwendet. Centrino 2-Computer verbinden sich sowohl per 802.11n-Verbindung als auch per Wi-Max mit dem Netz. Die DVI-Schnittstelle hat ausgedient, der neue Standard zum Anschließen externer Monitore heißt DisplayPort und unterstützt den HDMI-Kopierschutz. Die Onboard-Grafikösung, die Intel speziell für die Centrino 2-Plattform anbietet, wird X 4500 HD heißen, ist aber noch nicht ganz fertig. Welche Bestandteile der Plattform zukünftige Apple-Notebooks übernehmen werden, lässt sich bislang nur abschätzen: Penryn-Prozessoren dürften in jedem Fall zum Einsatz kommen und auch das Mainboard wird mit großer Wahrscheinlichkeit mitsamt des DDR3-Arbeitsspeichers in kommenden Macs zu finden sein. Ohne die Grafiklösung X 4500 HD lässt es sich nur im MacBook Pro einsetzen, dieses Modell bringt stets eigene Grafikkarten mit. Das MacBook hingegen wird wahrscheinlich auf die Grafiklösung X 4500 HD setzen - falls diese schnell genug zur Verfügung steht. Apple wird einiges daran liegen, neue Modellreihen zur verkaufsstärksten Zeit vor dem Ende der Sommerferien in den USA Anfang September vorzustellen.

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