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Chef liest mit - Was Blogger beim Schreiben beachten sollten

30.08.2006 | 11:38 Uhr |

Ein eigenes Weblog ist für viele Internetnutzer verlockend. Schließlich kann die persönliche Webseite ohne großen Aufwand mit Inhalt gefüllt werden.

Blogger wird multilingual
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Tipps für den Einstieg

Vor allem unerfahrene Blogger setzen sich manchmal in die Nesseln. "Ein Blog ist eine Webseite für jedermann, die leicht mit Inhalten gefüttert werden kann und dabei auch noch gut aussieht", sagt Dirk Olbertz, Bloganbieter aus Bonn und Autor eines Blog-Buchs. Die Technik ist also leicht zu meistern - doch dass auch im Internet bestimmte Regeln gelten, wird manchmal vergessen oder verdrängt.

"Man sollte zum Beispiel nie die Texte anderer Autoren komplett veröffentlichen", rät Olbertz. "Einen Absatz aus einem Artikel zu zitieren, ist aber meistens in Ordnung, solange man die Quelle angibt." Zum guten Ton gehöre es auch, den Urheber zu nennen, wenn man ein Thema aus einem anderen Blog aufgreift und selbst einen Text dazu verfasst.

Auch für Fotos gilt: "Man sollte nur solche Bilder online stellen, von denen man weiß, dass man sie veröffentlichen darf." Im Zweifelsfall sollten also nur selbst gemachte Fotos gebloggt werden, oder solche, die von den Fotografen ausdrücklich zur Veröffentlichung freigegeben wurden. Weniger problematisch sei es, einen Link zu setzen. "Aber da muss man natürlich auch darauf achten, worum es geht."

Die bei vielen Bloggern beliebten Disclaimer, in denen sich der Blogautor vom Inhalt der Links auf seiner Seite distanziert, seien allerdings eher kontraproduktiv. "Damit gibt man ja zu, dass einem bewusst ist, dass sich hinter den Links etwas Schlimmes verbergen könnte. Es gibt aber praktisch keinen Haftungsausschluss", erklärt Olbertz.

Allerdings empfiehlt Olbertz Bloggern, ihre wahre Identität in einem Impressum preiszugeben. "Es gibt zwar noch keine Rechtsprechung dazu, ein Impressum ist nicht Pflicht. Aber es macht das Blog authentischer, und man ist für die Leser erreichbar." Das kann unter anderem wichtig sein, um eventuelle Urheberrechtsprobleme schnell und unbürokratisch zu lösen. Angst um seine Privatsphäre hat Olbertz, der selbst seit 2003 ein Weblog schreibt, nicht. "Meine Adresse und Telefonnummer stehen im Impressum, und ich habe damit noch keine schlechten Erfahrungen gemacht."

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