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Chefsache: Cisco und Apple suchen die Zusammenarbeit

19.04.2007 | 15:02 Uhr |

Cisco und Apple suchen noch immer nach Möglichkeiten für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Im Fokus steht dabei die Zusammenarbeit von Apples iPhone mit den Telefonen von Cisco - allerdings nicht mit den Namensvettern, sondern mit Video-fähigen Bürotelefonen für Geschäftskunden.

Nach einem längerem Rechtsstreit um die iPhone-Namensrechte haben sich die ehemaligen Kontrahenten auf eine Kooperation im Geschäfts- und Privatkundenbereich geeinigt - den Namen "iPhone", so haben sie Ende Februar beschlossen , dürfen sie dafür beide verwenden. Charlie Giancarlo, Chief Development Officer bei Cisco, hat letzte Woche in einem Interview mit Bloomberg über die intensiven Bemühungen auf beiden Seiten gesprochen.

Beide Herstellerteams arbeiten an Lösungen, wie sie ihre Produkte miteinander kombinieren können - bei Apple ist Steve Jobs laut Cisco-CDO Giancarlo selbst an der Suche beteiligt. Die Geräte, die bei Cisco den Namen "iPhone" tragen, sind VoIP-Telefone für das Skype-Netzwerk und den Yahoo Messenger - um sie soll es aber bei der angestrebten Kooperation gar nicht gehen. Gegen eine Voice-over-IP-Software wie Skype in Apples iPhone dürften sich ohnehin die Netzbetreiber sperren, denen Einnahmen aus Telefonaten verloren gehen würden. Im Zentrum des Bemühens von Cisco und Apple steht deshalb anscheinend eine Integration von iChat oder einer ähnlichen Technik in Ciscos Bürotelefone für den Schreibtisch. Vor allem Business-Kunden könnten damit nicht nur übers AIM-Netzwerk miteinander kommunizieren, sondern auch an Konferenzen mit Besitzern von Apples iPhone teilnehmen. Auch der Zugriff auf ein gemeinsames Adressbuch und weitere Daten könnte sinnvoll sein. Aktuellen Information von AT&T zufolge kommt das iPhone pünktlich zum Ende Juni auf den Markt, für eine Einigung Apples mit Cisco allerdings ist es laut Giancarlo "noch zu früh".

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