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Chemikalien: Green America ruft zu Boykott von Apple-Produkten auf

13.03.2014 | 11:34 Uhr |

Erneute Vorwürfe wegen Schmutzeleien bei seinen Zulieferern weist Apple deutlich zurück.

Die Umweltschutzorganisation Green America hat Verbraucher dazu aufgerufen, den Kauf von Apple-Produkten solange zu verschieben, bis der iPhone-Hersteller es geschafft hat, zwei bestimmte Chemikalien aus seiner Produktion zu verbannen. Apple verweist in seiner Antwort auf seine strengen Richtlinien zum Schutz der Umwelt und Arbeitssicherheit.

Green America fordert Apple dazu auf, die beiden Chemikalien Benzol und N-Hexan aus seiner Produktion komplett zu verbannen und behauptet, dies würde Apple nur einen US-Dollar pro Gerät kosten. Zudem solle Apple einen Gesundheitsfond auflegen, der von den Chemikalien krank gewordene Arbeiter entschädige, berichtet der IDG News Service. Apple-Kunden sollen zudem einen offenen Protestbrief an CEO Tim Cook unterzeichnen, um den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen.

Anders als bei vielen derartigen Kampagnen der Vergangenheit reagiert Apple sofort mit einem Statement. In einer E-Mail an den IDG News Service verweist Apple darauf, seine Zulieferer zur Einhaltung scharfer Richtlinien zu zwingen, die mindestens den in den USA geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzstandards entsprechen müssen. Apple habe sich zudem in den letzten Jahren als Vorreiter der Industrie bei der Entfernung giftiger Stoffe aus der Produktion hervor getan und als einer der ersten Hersteller etwa auf PVC oder Brom in seinen Produkten verzichtet. Dies hat zuletzt auch Greenpeace gelobt . Apple betont zudem, im letzten Jahr in mehr als 200 Zuliefererbetrieben die Einhaltung der Richtlinien überprüft zu haben. Apple legt seine Maßnahmen zu Umwelt- und Arbeitsschutz regelmäßig in einem Supplier Responsibility Report dar, zuletzt versicherte der iPhone-Hersteller, keine Rohstoffe aus Konfliktregionen zu beziehen.

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