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China hackt sich ins Pentagon

04.09.2007 | 10:41 Uhr

Dem chinesischen Militär ist es gelungen, in ein Netz des US-Verteidigungsministerium einzudringen. Bei dem bereits im Juni erfolgten Angriff soll es sich um die bislang erfolgreichste Hackerattacke auf das Pentagon handeln.

Nach den jüngst bekannt gewordenen Übergriffen auf die deutsche Regierung ist nun eine weitere Attacke chinesischer Hacker auf westliche Ministerien ans Licht gekommen: Nach einem Bericht der "Financial Times" haben Computerspezialisten des chinesischen Militärs ein Netz des Pentagon gehackt.

Wie die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsstellen berichtet, hat das Pentagon im Zuge des Angriffs Teile eines IT-Systems im Büro des amerikanischen Verteidigungsministers Robert Gates vom Netz genommen. Internen Untersuchungen zufolge soll die Attacke von der chinesischen Volksbefreiungsarmee ausgegangen sein. Das chinesische Verteidigungsministerium in Peking wollte sich zu dem Vorfall bislang nicht äußern. "Die chinesische Volksbefreiungsarmee hat gezeigt, dass sie Attacken fahren kann, die unser System lahm legen - und dass sie in einer Konfliktsituation erneut eindringen und tief greifende Störungen verursachen kann", äußerte sich ein ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter gegenüber der Zeitung.

Offenbar hatten chinesische Hacker das Pentagon-System von mehreren Orten aus monatelang sondiert, bevor es ihnen gelang, dessen Schutzwall zu überwinden, hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Dem Bericht zufolge hatte das US-Verteidigungsministerium das betroffene Netz während der Attacke für gut eine Woche abgekoppelt. Derzeit werde noch untersucht, in welchem Umfang und welche Art von Daten abgegriffen wurden. (kf)

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