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China scheint Zugriff auf iTunes Store zu sperren

21.08.2008 | 15:20 Uhr |

Chinesische Nutzer können derzeit nicht mehr auf Apples iTunes Store zugreifen. Medien vermuten, dass ein im iTS erschienenes Benefizalbum für Tibet die Ursache sein könnte.

Die Volksrepublik China hat offenbar den Zugriff auf den iTunes Store gesperrt. In China lebende Amerikaner berichten, dass sie seit einigen Tagen eine Fehlermeldung erhalten, wenn sie Apples Download-Dienst aufrufen wollen. Der Grund könnte ein Benefizalbum von Tibet-Sympathisanten sein.

Apple selbst erklärt, dass das Unternehmen selbst zwar keine Zugriffe aus China sperre, der Zugang aber in manchen Regionen Chinas eingeschränkt sei. Betroffen sind nur Zugriffe auf ausländische iTunes Stores, einen eigenen chinesischen Store gibt es bislang nicht. Als Grund vermutet die australische Sydney Morning Herald das Protestalbum "Songs for Tibet", mit dem Künstler der "Art of Peace Foundation" wie Alanis Morissette, Moby und Sting ihre Unterstützung für die tibetische Exilregierung und den Dalai Lama aussprechen. Den mit dem Album erzielten Gewinn spenden die Künstler diversen vom Dalai Lama unterstützen Projekten.

Die Initiative übermittelt die Lieder außerdem Olympia-Teilnehmern, die während der Olympischen Spiele in China MP3-Player als stillen Protest tragen sollen. Ob gerade dieses Album der Grund für die iTunes-Sperre in China ist, verrät die chinesische Regierung nicht, bleibt also Spekulation. Das staatlich autorisierte Webportal China.org.cn berichtet allerdings davon, dass chinesische Internet-Nutzer über den Vertrieb des Albums durch Apple so verärgert seien, dass sie ihren Unmut in Foren äußerten und in Zukunft sämtliche Apple-Produkte boykottieren wollten. Apple selbst versucht, auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen - unter anderem mit einem Retail Store in Peking .

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