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Chinesen bauen Skype-Client nach

14.07.2006 | 15:01 Uhr

Das proprietäre Protokoll der VoIP- Software wurde angeblich durch Reverse Engineering geknackt.

Wie Charlie Paglee im VoIPWiki Blog berichtet, hat eine nicht genannte chinesische Firma das Skype-Protokoll erfolgreich entschlüsselt und macht sich nun an den Nachbau des VoIP-Clients. Aktuell unterstützt das Plagiat "lediglich" Internet-Telefonie. Eine stabile Vorabversion, die Zusatzfunktionen wie Status-Anzeige oder Instant Messaging enthält und vollständig mit Skype kompatibel ist, soll noch im August vorgestellt werden.

Nicht genug damit, dass sich bald fremde Clients unter die Skype-Nutzern mengen könnten, unterstützt die chinesische Variante dem Bericht zufolge nicht Skypes Super-Node-Architektur. Mit der bereits in Kazaa verwendete Peer-to-Peer-Technik werden Verbindungen von PC zu PC teilweise über andere Skype-Teilnehmer weitergeleitet. Steigt die Anzahl der Nicht-Skype-Clients deutlich an, könnte möglicherweise die Stabilität des gesamten Systems gefährdet werden, spekuliert Paglee.

Bleibt abzuwarten, wie Skype reagiert. Möglicherweise genügt ein Upgrade des Clients, um die Bemühungen der Chinesen zunichte zu machen. Andererseits hat Skype-Mutter Ebay auch genügend Geld angehäuft, um den Widersacher zu schlucken. (mb)

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