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Chinesische Regierung verbietet Apple-Produkte bei Staatseinkäufen

26.02.2015 | 16:50 Uhr |

China entfernt die Produkte von Apple und anderen führenden Technologieherstellern von der Liste zertifizierter Anbieter für Staatseinkäufe. Die westlichen Unternehmen wurden durch chinesische Firmen ersetzt.

Wie Reuters berichtet, verbietet die chinesische Regierung die Anschaffung von Apple-Produkten bei Staatseinkäufen. Von diesem Verbot sind auch andere führende westliche Technologieunternehmen wie Cisco Systems betroffen. Die Gründe für das Verbot sind neben der Stärkung der einheimischen Wirtschaft angeblich auch Misstrauen wegen Datenschutz- und Spionage-Skandalen in den letzten Jahren.

Die größte Auswirkung hatte das Verbot bisher auf Cisco Systems. Während in 2012 noch 60 Produkte des Unternehmens für Staatseinkäufe in China zertifiziert waren, gibt es seit Ende 2014 kein einziges zertifiziertes Produkt des amerikanischen Unternehmens mehr. Neben Apple und Cisco Systems sind auch andere Unternehmen wie Intel, McAfee und Citrix Systems von dem Verbot betroffen.

Ob tatsächlich die Angst vor amerikanischer Spionage der Hauptgrund für diese Entscheidung der chinesischen Regierung ist, oder ob die Unterstützung der nationalen Wirtschaft im Vordergrund steht, kann nur spekuliert werden. Durch die Enthüllungen von Edward Snowden in den letzten Monaten ist allerdings nicht nur bei den Bürgern, sondern auch bei internationalen Regierungen das Misstrauen gegenüber den USA und den Spionageprogrammen der amerikanischen Regierung gestiegen.

Quelle: Reuters

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