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Cisco: "Harmloses Geplänkel" um iPhone-Marke

25.01.2007 | 13:20 Uhr |

Um den Markennamen iPhone streitet sich Apple mit Cisco Systems, das diesen seit der Übernahme von Linksys im Jahr 2000 besitzt.

iPhone Visual Voicemail
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Den Streit – ein laut Cisco "harmloses geplänkel" - hätte man vermeiden können, meint Cisco-CEO John Chambers in einem Gespräch mit der International Herald Tribune, Apple habe jedoch nicht verhandeln wollen. "Seit fünf Jahren sagen wir ihnen, dass iPhone unsere Marke ist. Ihr könnt sie lizenzieren, aber sie gehört uns," erklärt Chambers die Vorgeschichte. Cisco hätte die Marke iPhone auch ohne Kosten lizenziert, wenn Apple sein Telefon kompatibel zu Cisco-Produkten gemacht hätte. In der Vergangenheit habe Cisco schon einmal so gehandelt, und die Marke Netscape freigegeben, die das Unternehmen nicht benutzte. Seine Markenstreitigkeiten will Cisco generell ohne Aggression lösen, vor Apple habe man als Firma "großen Respekt". Gleichwohl sei es schwierig geworden, mit der Jobs-Company Geschäfte zu machen.

Indes drohen Apple von anderer Seite keine Schwierigkeiten mehr. Den Begriff "Visual Voicemail", den zuerst Citrix für eines seiner Produkte nutzte, das auch Cisco lizenziert hat, ist nicht geschützt. Gegenüber der britischen Website The Register erklärte ein Firmensprecher, dass "Visual Voicemail" von mehreren Firmen benutzt werde, um eine Funktion zu beschreiben. Citrix unterstütze die breite Verwendung des Begriffs, um ihn Anwendern weiter bekannt zu machen. Nortel, ein anderer Lizenznehmer von Citrix's Visual Voicemail, untersucht hingegen derzeit, ob Apple eines seiner Patente verletze.

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