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Clement widerspricht Bürokratie-Studie der Weltbank

10.09.2004 | 11:02 Uhr |

Die jüngste Weltbank-Studie über bürokratische Hemmnisse für Unternehmen zeichnet nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) ein verzerrtes Bild von Deutschland.

"So lang, wie die Weltbank es darstellt, sind die Zeiten nicht, die man in Deutschland für eine Unternehmensgründung braucht", sagte er dem "Handelsblatt" (Freitag). Die Weltbank hatte in ihrer am Mittwoch vorgelegten Studie unter anderem festgestellt, dass es hier zu Lande trotz aller Bemühungen um Bürokratieabbau noch immer 45 Tage dauere, bis ein Gründer alle Hürden überwunden hat. In Frankreich seien es dagegen nur acht Tage, in Australien sogar nur zwei.

Clement führt das Ergebnis vor allem darauf zurück, dass die Studie allein GmbH-Gründungen berücksichtige, nicht aber die häufigere Form des Einzelunternehmens. Zugleich mahnte er eine "Generalüberholung" der Entscheidungsstrukturen von Bund und Ländern an. Dies sei eine wichtige Bedingung, um den Bürokratieabbau voranzubringen. Die Weltbank-Studie vergleicht die Rahmenbedingungen für Unternehmen in 145 Ländern.

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