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Cloud-Service File This beendet Beta-Phase

17.02.2014 | 08:01 Uhr |

Nach zwei Jahren Beta-Version gibt es den automatischen Kontoauszug-Sammeldienst in den USA jetzt als Vollversion - inklusive iOS App.

Zwei Jahre nach der Vorstellung auf der Macworld/iWorld Messe in 2012 in San Francisco ist der Cloud-Dokumente-Sammeldienst File This jetzt als Vollversion verfügbar. Der Dienst kann automatisch in eine Reihe von Benutzerkonten einloggen und für den Kunden Kontoauszüge von Banken, Netzwerkbetreibern, Stromanbieteren und so weiter herunterladen. Die Dokumente werden in PDF-Format umgewandelt und je nach Voreinstellung zum Beispiel in Dropbox , Google Drive , Evernote oder dem File This eigenen Cloud-Speicher abgelegt.

Der Dokumenten-Sammeldienst ist kostenlos für bis zu sechs Konten. Er mehr braucht kann mit zwei US-Dollar bis zu zwölf Verbindungen konfigurieren oder für fünf US-Dollar bis zu dreißig Voreinstellungen eintragen. Nach dem Konfigurationen des Benutzerzugangs logt sich der Dienst einmal pro Woche automatisch ein (oder beim fünf-Dollar-Service: täglich) ein und legt die gesammelten Kontoauszüge in dem vom Kunden vorkonfigurierten Ordner ab. Nebenbei kann mit der Zusatz-Applikation Macuploader auch der File This Cloud-Dienst zum Speichern von Dateien genutzt werden, wenn der Kunde keine andere unterstützte Cloud -Lösung bevorzugt. Klar kann jeder Anwender seine eigenen Auszuge laden, aber der Vorteil von File This ist, dass kein Kontoauszug verpasst wird und zum Beispiel der Cloud-Dienst Evernote die Metadaten auswertet und die Dokumente entsprechend ablegt.

Die Nachteile: File This braucht die Benutzerkonfigurationen für alle Konten. Derzeit werden in den USA zirka 300 verschiedene Dienste unterstützt und falls einer davon die Menüführung ändert, muss File This schleunigst seine Skripte anpassen, um weiterhin kompatibel zu bleiben. Falls ein Dienst noch nicht in File This konfiguriert werden kann, kann der Kunde über die Webseite das Hinzufügen fordern.

Wichtiger ist jedoch der Sicherheitsaspekt: Die Konten-Konfigurationen für File This benötigen nicht die gängigen Schnellzugriffe mit automatisch erzeugten Token, sondern die volle Information von Benutzernamen und Passwort, inklusive allen möglichen Sicherheitsfragen und Antworten. Brian Berson, der CEO von File This beteuert, dass diese Information in sicheren Händen ist: Gleich achtfach sollen die Privatdaten verschlüsselt sein und alle Mitarbeiter mussten sich der Sicherheitsüberprüfung auf höchste Geheimhaltungsstufe unterziehen. Zusätzlich haben die bisher insgesamt zehn Mitarbeiter nur Einsicht und Zugriff in jeweils die Sparte, in der sie arbeiten.

In einem Test hat der US-Macworld-Kollege Jason Snell den neuen Dienst nur loben können: In seiner Konfiguration nutzt er als Zielordner Dropbox und alle Dokumente sind über Spotlight auffindbar. Zusätzlich hat er dort Ordner mit Zugriffsrechten konfiguriert, über die er dann seine Dokumente gleich mit Familie, Mitarbeitern oder seinem Steuerberater teilt . Die App für iOS File This Fetch gibt es im US-App Store kostenlos. Die App für Android ist noch in Entwicklung.

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