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"Code Red" schlägt zurück

30.07.2001 | 00:00 Uhr |

Das amerikanische Bundeskriminalamt FBI warnt Computerbesitzer vor einer unmittelbar bevorstehenden neuen Attacke durch den "Code Red"-Virus. Der so genannte Computerwurm, der Mitte Juli erstmals auftauchte und binnen Stunden 300 000 Rechner befiel, werde in einer neuen, gefährlicheren Form am Dienstagabend um 20.00 Uhr (Mittwoch 02.00 Uhr MESZ) neu erwachen, warnte das FBI-Zentrum zum Schutz der nationalen Infrastruktur am Montag.

Nach Angaben des FBI stellen die Mutationen des Wurms eine echte Gefahr für Internet-Nutzer dar. Der Wurm greift über das Internet Computer an, die die Betriebsprogramme Windows NT oder Windows 2000 installiert haben. Vor allem aber Firmen oder Privatpersonen, die die Microsoft-Software IIS in den Versionen 4.0 und 5.0 benutzen, sollten sofort Sicherheits-Updates installieren, die von dem Konzern frei angeboten werden.

Laut FBI hat der Wurm das Potenzial, den Geschäftsverkehr und die persönliche Nutzung im Internet zu unterbrechen. "Code Red" ist so programmiert, dass er sich in Computern einnistet, vermehrt und dann diese Rechner für eine massive Attacke auf US- Regierungsstellen nutzt, die dann unter der Datenflut zusammenbrechen können. Auf einigen der angegriffenen Webseiten erschien die Botschaft: "Von Chinesen gehackt!".

Zu dem ersten Angriffsziel des Wurms gehörte die Webseite des Weißen Hauses in Washington. Computerexperten hatten die geplante Attacke jedoch frühzeitig entdeckt und die für Computer verständliche numerische Webadresse des Weißen Hauses, die sich hinter der üblichen www-Adresse verbirgt, kurzfristig geändert. Auch das US-Verteidigungsministerium hatte wegen des Computerwurms die meisten seiner öffentlichen Webseiten vorübergehend geschlossen. (dpa)

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