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Colt Telecom reicht Beschwerde gegen Deutsche Telekom ein

23.10.2000 | 00:00 Uhr |

Die Colt Telecom GmbH (Frankfurt/Main) hat
eine formelle Beschwerde gegen die Deutsche Telekom wegen
Behinderungen beim Aufbau eigener Ortsnetze eingereicht. Wie die
«Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) am Samstag berichtete, will
das Unternehmen erreichen, dass die Regulierungsbehörde für Post und
Telekommunikation in Bonn prüft, ob die Deutsche Telekom ihre
marktbeherrschende Stellung im Ortsnetz missbraucht, um den
Wettbewerb in diesem Marktsegment zu behindern. Das sagte der
Vorsitzende von Colt, Horst Enzelmüller der FAZ.

Der «rosa Riese» hält im Ortsnetz einen Marktanteil von 97
Prozent. Zwar sei die Deutsche Telekom verpflichtet, den
Wettbewerbern den Zugang zum Kunden über eine zweiadrige
Kupferleitung zu überlassen. Dazu müsse die jeweilige
Telefongesellschaft ihre Technik in den Schaltstellen der Deutschen
Telekom installieren. Die Branche wirft dem «rosa Riesen» vor, die
Verbindung zum Kunden zu langsam, zu bürokratisch und technisch
fehlerhaft zu schalten. Darüber ärgere sich die Branche schon lange,
bisher habe aber die Angst vor Repressalien offenbar viele
Unternehmen bewogen, keine Beschwerde bei der Regulierungsbehörde
einzureichen, schreibt die Zeitung.
dpa

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