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Compuserve stänkert zum Jubiläum gegen Telekom

11.09.2001 | 00:00 Uhr |

Zehn Jahre nach dem Start in den deutschen Markt wartet der US-Internetprovider CompuServe hier zu Lande nach eigenen Angaben weiter auf offenere Marktbedingungen. Die Deutsche Telekom behindere den technischen Fortschritt und die Bildung wirtschaftlicher Preise, sagte der deutsche CompuServe-Chef Ralf Gresselmeyer am Montagabend in München. Nur mit einer Großhandelsflatrate könne der derzeit verlustreiche Internet- Pauschaltarif profitabel gestaltet werden. "Bei AOL kostet die Flatrate knapp 40 DM - bei 80 DM wäre sie wirtschaftlich", sagte eine Marketingsprecherin.

Auch die Einführung der Breitbandtechnologie DSL (Digitaler Teilnehmer Anschluss) bei CompuServe hänge damit zusammen, ob die Deutsche Telekom ihr DSL-Netz mit den Wettbewerbern zusammenschließe. "Wir prüfen zwar auch andere technische Möglichkeiten, aber am einfachsten ist es natürlich, wenn die Telekom nachgibt", sagte Gresselmeyer. Der AOL-Konzern werde DSL im kommenden Jahr aber auf jeden Fall einführen.


Nach der Fusion von AOL und Time Warner wartet die Branche auf neue Inhalte-Strategien des Internetproviders und seiner Töchter Netscape und CompuServe. Gresselmeyer wollte sich dazu aber nicht äußern. Das Unternehmen befinde sich zum zehnjährigen Deutschland- Jubiläum in gutem Zustand. Allein seit der Einführung des Office- Tarifs im Mai 2000 habe sich die Zahl der Nutzer auf gut 620 000 verdreifacht. dpa

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