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Computer-Markt besser als erwartet

13.06.2002 | 11:32 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gute Nachrichten: Sowohl die International Data Corp. (IDC) als auch Gartner haben ihre Prognosen für den weltweiten PC-Markt angehoben. Beide Marktforschungsinstitute erwarten für dieses Jahr eine allmähliche Erholung und IDC für 2003 sogar bereits wieder zweistellige Zuwächse.
IDC wird laut "Wall Street Journal" heute seine Wachstumsprognose auf 4,7 Prozent hoch setzen. Im Dezember 2001 hatte die Auguren zunächst auf nur 1,8 Prozent Wachstum getippt und im vergangenen März zunächst auf drei Prozent erhöht. Gartner hatte zuvor schon seine Erwartung auf 5,4 Prozent gesteigert, ein Plus von über einem Prozentpunkt gegenüber der vorherigen Prognose.
"Wir erwarten als Ergebnis wachsenden Vertrauens in die Wirtschaft einen Aufschwung im vierten Quartal", erklärte Gartners Vice President Charles Smulders. Nach Stagnation im ersten Halbjahr soll der Markt im letzten Vierteljahr 2002 demnach bereits wieder um bis zu neun Prozent wachsen. Auch Kollegin Loren Loverde von IDC geht davon aus, dass Firmen im vierten Quartal wieder PCs einkaufen. "Viele der jetzt installierten Systeme werden alt. Dies wird der Anfang einer substanzielleren Auffrischungsphase", glaubt die Analystin.
IDC erwartet deswegen, dass der weltweite PC-Markt im kommenden Jahr um 11,1 Prozent auf 155,3 Millionen Einheiten wächst. Für die USA schätzen die Auguren das Plus für 2003 auf 10,3 Prozent. Bereits gestern hatte IDC seine Zahlen für 2001 nachgebessert und den Rückgang des Marktes von fünf auf vier Prozent korrigiert. Ursache für die Korrektur waren nachträglich erfasste Noname-Rechner (Computerwoche online berichtete).
Im vergangenen Jahr waren die weltweit ausgelieferten PC-Stückzahlen zum zweiten Mal in der Geschichte der Industrie rückläufig gewesen, weil sowohl Unternehmen ihre Austauschkäufe vertagten als auch die Consumer Kaufzurückhaltung übten. (tc)

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