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Computer macht Jugendliche nicht immer zu Stubenhockern

09.06.2004 | 12:38 Uhr |

Weinheim/Potsdam - Auch wenn viele Jugendliche intensiv den Computer nutzen, werden sie nicht automatisch zu "Stubenhockern".

Das geht aus einer Studie an der Universität Potsdam hervor, wie die in Weinheim erscheinende Zeitschrift "Psychologie heute" (Ausgabe 7/2004) berichtet.

80 Prozent der befragten 16-Jährigen nutzen den Computer täglich oder mehrmals pro Woche. Zugleich treiben aber auch fast drei Viertel aller Jugendlichen mindestens einmal pro Woche Sport - zusätzlich zum Sportunterricht in der Schule. Befragt wurden mehr als 2000 Jugendliche aller Schulformen in Brandenburg im Alter von 16 Jahren.

Jeder vierte von ihnen treibt nach eigenen Angaben sogar täglich Sport, für 15 Prozent ist er die wichtigste Freizeitaktivität überhaupt. Nur 16 Prozent aller Befragten sind nur gelegentlich oder nie sportlich aktiv, so die Studie. Überraschenderweise betätigten sich vor allem die Computerfreaks viel und gerne sportlich, so der Sportwissenschaftler Jürgen Baur, der die Studie begleitete.

Etwas weniger aktiv seien allerdings Jugendliche, die viel fernsehen. Auch Unterschiede nach Geschlechtern stellten die Forscher fest: Jungen treiben häufiger und intensiver Sport, sitzen aber auch länger vor dem Computer als Mädchen.

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