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Computer ohne Computer: Neuer PC-Service von SBS und BITel

29.08.2006 | 15:35 Uhr

Einen Computer ohne eigenen Computer nutzen: Siemens Business Services (SBS) hat gemeinsam mit BITel am Montag in einem Modellversuch einen neuen Online-Service gestartet.

Die Unternehmen wollen Privatkunden wesentliche Computerfunktionen über das Internet bieten, auch wenn diese gar keinen Computer besitzen. Mit dem zunächst im Großraum Bielefeld angebotenen Service offerieren die Unternehmen gegen eine monatliche Gebühr Internet-Zugang, Textverarbeitung oder elektronische Mail über das Internet.

Der Nutzer braucht lediglich Monitor, Tastatur und Maus, die von Fujitsu Siemens geliefert werden, hieß es. Alle nötigen Programme, Dateien und Anwendungen stehen auf einem Server der Unternehmen bereit. Die Verbindung erfolgt über ein Modem mit Anschlüssen für die Peripherie, das lediglich in die Telefonbuchse gesteckt werden müsse, erklärte ein Siemens-Sprecher.

Das Angebot soll vor allem ältere Menschen ansprechen, die häufig den Aufwand für Anschaffung und Pflege eines Computers scheuten, sagte Alfred Kerscher, Geschäftsführer von BITel. Die Siemenstochter SBS hat die Lösung nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem lokalen Telekommunikationsanbieter entwickelt und unterstützt den Betrieb. „Firmenkunden nutzen diesen so genannten Thin-Client-Service von uns seit vielen Jahren“, sagte SBS-Manager Christian Oecking. Die Kunden schätzten „den geringen Aufwand für die Administration und den hohen Sicherheitsstandard“.

Die Idee eines Netzwerk-Computers (NC) mit minimaler Hardware- Ausstattung war mit der Verbreitung des Internets schon einmal Mitte der neunziger Jahre populär. Statt Software auf jedem einzelnen PC installieren zu müssen, sollten alle Anwendungen und Dateien je nach Bedarf im Netz abrufbar sein. In der breiten Bevölkerung setzten sich die großen US-Technologiefirmen wie Oracle oder Sun Microsystems mit ihren Konzepten allerdings nicht durch. (dpa/ala)

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