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Buchrezension: Die Lion-Fibel aus dem Verlag Mandl & Schwarz

19.09.2011 | 13:47 Uhr |

Eine hilfreiche Übersicht zum aktuellen Apple-Betriebssystem OS X Lion verspricht und bietet Autor Michael Krimmer. Das Buch wendet sich vor allem an Einsteiger und Umsteiger mit Basiskenntnissen, ist recht knapp gehalten und stört den Leser mit einer wesentlichen Schwäche.

Lion-Fibel, Mandl & Schwarz-Verlag
Vergrößern Lion-Fibel, Mandl & Schwarz-Verlag

Wer neu auf dem Mac ist oder die bisherigen Varianten von OS X von Cheetah bis Snow Leopard gewohnt ist, findet in diesem mit Screenshots (und einigen Produktfotos) sehr gut bebilderten Band eine kompetente Einführung. Dabei stellt Krimmer schon auf den ersten Seiten auch die wichtigsten Einsteiger-Rechner von Apple bis hin zum Profi-Boliden Mac Pro vor, zeigt, wie leicht sich das neue OS X vom Mac App Store ausgehend installieren lässt, und geht dann systematisch durch das aktuelle Betriebssystem, so dass man sich vom Autor einfach an der Hand nehmen lassen kann. Er stellt die Oberfläche von OS X Lion (etwa den Finder, das Dock und den Desktop) ebenso dar wie die Mac-spezifischen Applikationen Mail, Safari, das Adressbuch, iCal oder auch den Mac App Store. Hin und wieder gibt er dabei Hinweise auf spezielle Programme und externe Tools.

Werbeeinblendungen inklusive

Nun ist man ohne Mühe schon auf Seite 123 von den insgesamt knapp 190 und findet einen sehr kompakten Überblick zu den iLife-Programmen iPhoto , iMovie , Garageband und iDVD . Auch das Auslaufprogramm iWeb findet eine kurze Berücksichtigung. Leider sind diese Seiten zu einem Teil zur Werbeveranstaltung für andere Bücher aus dem Mandl & Schwarz-Verlag geraten, die auf die jeweiligen Bestandteile des Multimedia-Pakets ausführlicher eingehen. Bei einem Buch, und das ist unser wichtigster Kritikpunkt an dem Band, das bei einem Preis von knapp 20 Euro weniger als 200 Seiten zu bieten hat, achtet man auf derartige Platz raubende Werbeeinblendungen besonders kritisch. Denn man ist aus dem Verlag anderes gewohnt. Zum Vergleich: Der Band über iLife 11 bringt das Thema für 25 Euro und bei im Format identischer Aufmachung mit zahlreichen Screenshots und Marginalien auf deutlich über 300 Seiten zum Leser. Oder, besonders auffällig, weil ebenfalls für 20 Euro zu haben, das Buch über iPhone 4 und Apps in der Praxis führt das Thema immerhin auf gut 260 Seiten vor Augen. Die preisliche Gestaltung liegt zwar im Ermessen des Verlags, doch als Leser ist man hier im Vergleich nicht allzu sehr erfreut. Ein weiterer, allerdings nur kleiner Kritikpunkt ist, dass der Autor Microsofts Betriebssystem Windows auf Seite 111 schlechter dastehen lässt, als es ist. Denn Apples Spotlight als Volltextsuche hat sich tatsächlich noch einmal deutlich verbessert, weil es nun endlich eine Vorschau bietet. Doch auch Windows seit Vista und vor allem unter Windows 7 stellt ebenfalls eine Volltextsuche zur Verfügung, die permanent im Hintergrund indiziert und die man ähnlich leicht und elegant wie auf dem Mac unter Windows über das Startmenü eröffnen kann.

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