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Buchrezension: iPhoto 11 - iLife von Apple für engagierte Digitalfotografen

15.02.2011 | 13:11 Uhr |

Apples Software entwickelt sich in immer neuen Versionen und Funktionen weiter, und die Verlage gehen selbstredend mit. Auch Daniel Mandl hat eine aktualisierte "Version" seines iPhoto-Buchs vorgelegt.

iPhone 11 Mandl-Schwarz Buch
Vergrößern iPhone 11 Mandl-Schwarz Buch

Eine ausführliche Rezension zum iPhoto-08-Buch auf Macwelt.de findet sich hier . Vieles aus diesem Beitrag könnte an dieser Stelle wiederholt werden: So dass Mandl kompetent und unterhaltsam durch Neues und Bekanntes in iPhoto führt, und wie er jedes einzelne Werkzeug der Bildbearbeitungsabteilung von iPhoto akribisch vorstellt und beschreibt. Wobei eine wichtige Neuerung der Regler "Definition" ist, der in iPhoto 09 noch "Auflösung" hieß und im Detail oft recht effektiv für Kontrast und Schärfe sorgt.

Der Umfang des Buchs ist gegenüber der letzten Rezension zum Band über iPhoto 08 um fast 60 Seiten angewachsen. Unter anderem geht Mandl auch auf Hardfragen wie Card Reader oder Express-Cards sowie auf Alternativen zu iPhoto wie Photoshop Elements und Apples Aperture ein. Letzteres kann vom Preis her inzwischen für engagierte Gelegenheitsfotografen im Mac App Store durchaus als erschwinglich gelten und versteht sich gut mit der Bilderdatenbank von iPhoto.

Schön, instruktiv, verständlich

Das Buch von Mandl lebt von den zahlreichen schönen und instruktiven Screenshots, den vielen ergänzenden Marginalien und einer so informativen wie lockeren Schreibweise und witzigen Randbemerkungen. Der Autor zeigt, dass dies ein Sachbuch ist, das auch von User zu User sprechen will. Man hat das Gefühl, Mandl kennt jeden noch so verborgenen Winkel des an sich so übersichtlich wirkenden Apple-Fotoprogramms aus iLife 11. Ein separates Buch zu iPhoto lässt sich jetzt freilich noch besser rechtfertigen, seitdem es die Software auch einzeln im Mac App Store zu erwerben gibt.

Da wir dennoch in einer allseits vernetzten Welt leben, beschreibt Mandl auch die Möglichkeiten, die sich über iPhoto direkt mit Facebook, Flickr oder natürlich über Apples Mobile Me ergeben, um seine Kunstwerke auch online bewundern und kommentieren zu lassen. Ferner geht Daniel Mandl auf Gestaltungsoptionen mit iWeb ein, zeigt diverse Exportmöglichkeiten auf, auch um den Fotobestand unter Windows nutzen zu können, und vergisst schließlich nicht, Lösungsansätze bei Problemen mit iPhoto11 anzuführen. Teilweise recht detailliert, wenn es etwa darum geht, der iPhoto-Hilfe wieder auf die Sprünge zu helfen, indem man die entsprechende plist-Datei in der Benutzer-Library löscht. Das ist in der an sich heilen und schnieken iPhoto-Hochglanzwelt für manchen Leser doch schon ein Marsch unter Tage und hätte von Mandl auch mit Screenshots, wie man dorthin gelangt, vielleicht ein klein wenig genauer beschrieben werden können. Aber wir wollen hier nicht kleinlich in den Krümeln suchen, sondern zum durchweg positiven Fazit kommen.

Empfehlung

iPhoto 11 von Daniel Mandl ist für alle User geschrieben, die jede Option ihres iLife-Bilderprogramms verstehen und virtuos nutzen- und zugleich seine Grenzen erkennen wollen. Mandl präsentiert iPhoto 11 eloquent und präzise mit vielen farbigen Screenshots, die allein das Blättern darin zu einem Genuss machen. Sehr erfreulich ist zudem, dass sich der Preis trotz des größeren Seitenumfangs nicht erhöht hat. Klare Empfehlung für dieses Buch! Wer sich vorher selbst ein Bild machen will, findet auf der Homepage des Verlags das Inhaltsverzeichnis sowie Lesebeispiele im Orginallayout.

Info: Daniel Mandl: iPhoto ’11 - iLife von Apple für engagierte Digitalfotografen, Mandl&Schwarz-Verlag , ISBN 978-3-939685-24-1, 304 Seiten. Preis: 24,80 Euro (D)

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