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Computerkäufer haben Anspruch auf nachträgliche Preisminderung

19.12.2000 | 00:00 Uhr |

Hunderttausende Computer-Käufer können nach
Ansicht von Verbraucherschützern wegen unzulässiger Kopiersperren
einen Teil des Kaufpreises zurückverlangen. Viele Käufer könnten die
von ihnen erworbenen, vorinstallierten Microsoft-Programme nicht auf
neue Geräte laden, weil sie ohne vollständige Sicherungskopie
verkauft werden, berichtete die Verbraucherzentrale NRW am Dienstag
in Düsseldorf.

Durch diesen rabiaten Kopierschutz des Software-Riesen Microsoft
würden die Rechte der Käufer unzulässig beschnitten. Werde die
Festplatte zerstört oder ein neuer Rechner gekauft, könne der Kunde
das Betriebssystem nicht mehr nutzen. «Die Kunden erfahren davon
zunächst nichts», sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale. Die
beiliegenden CD-ROMs suggerierten sogar, dass eine komplette Kopie
beiliege.

Jeder Käufer eines Computers habe Anspruch auf eine vollständige
Sicherungskopie. Fehlen diese Kopien könne der Kunde vom Kauf
zurücktreten oder Geld zurückverlangen. Unklar sei allerdings, wann
die Ansprüche verjährten. Die Käufer sollten deswegen nicht lange
zögern. dpa

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