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Computerspiele als Kulturgut

16.08.2007 | 11:08 Uhr |

”Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz”, heißt der jetzt in Berlin vorgestellte Band des Deutschen Kulturrats mit kontroversen Beiträgen.

Nachdem Anfang des Jahres in den USA bereits das Ballerspiel ”Doom” zum Kulturgut erhoben wurde, diskutiert man nun auch in Deutschland über Computerspiele als Kunstform. In dem mit 108 Seiten nur schmalen Bändchen ”Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz” versammeln die Herausgeber stark divergierende Beiträge von Computerspielen eher positiv gegenüber stehenden Autoren wie Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrates (”Es gibt das Recht, sich mit Schund zu beschäftigen”) bis hin zu Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU), der die Herstellung und Verbreitung von Killerspielen verbieten lassen will: ”Auch die Amokläufer von Erfurt, Bad Reichenhall oder Emsdetten waren von gewaltverherrlichenden Medien beeinflusst”, ist der künftige Ministerpräsident Bayerns überzeugt. Das Buch mit der ISBN 978-3-934868-13-7 wird für den Kulturrat von Olaf Zimmermann und Theo Geißler herausgegeben und kostet 9 Euro.

Info: Kulturrat Shop

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