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Computerspiele bleiben trotz Flaute Kassenschlager

26.04.2002 | 11:27 Uhr |

Computerspiele sind in Deutschland trotz der Flaute in der Softwarebranche noch immer Kassenschlager. Im vergangenen Jahr sei der Absatz um 4,6 Prozent auf 34,6 Millionen Stück gestiegen, teilte der Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland am Donnerstag in München mit. Wegen der gesunkenen Preise habe sich dies allerdings nicht im Umsatz widergespiegelt, der mit rund 700 Millionen Euro stabil blieb. Im Durchschnitt seien die Preise für Computerspiele um rund einen Euro auf 20 Euro gesunken. Auch die Hersteller von Konsolen profitieren von der Lust am virtuellen Spiel. Einer Studie zufolge stehen in den deutschen Haushalten bereits rund 19,7 Millionen Spielekonsolen.

Die gesamte Branche der Unterhaltungssoftware, zu der neben den Computer- und Videospielen auch Lernsoftware gehört, musste hingegen im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang von 5,6 Prozent auf rund 1,5 Milliarde Euro hinnehmen. Dieser hing nach Angaben des Verbandes auch mit der Einführung neuer Produkte wie beispielsweise der Spielkonsole Xbox und des GameCube in diesem Jahr zusammen, die den Verkauf älterer Systeme bremsten.

Gegen den Trend zugelegt hat nach Angaben des Verbandes der Verkauf von beschreibbaren CDs. Allerdings würden der Studie zufolge 13 Prozent dieser Datenträger zum illegalen Kopieren von Computer- und Videospielen verwendet. Die Dimension des Absatzes dieser Datenträger bereite der Branche große Sorge. dpa

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